Ex-Funktionär des ECDC Memmingen wegen Betrug und Untreue vor Gericht – Schaden von 343.000 Euro

-

Am Dienstag, 7. Oktober 2025, steht ein ehemaliger Funktionär des ECDC Memmingen vor dem Schöffengericht für Wirtschaftsstrafsachen am Amtsgericht Augsburg. Ihm wird vorgeworfen, durch Betrug, Untreue und Urkundenfälschung einen Schaden von rund 343.000 Euro verursacht zu haben.

Betroffene Vereine und Personen

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Augsburg soll der Mann den Memminger Eishockey-Club ECDC, den Sechziger Fan-Club Amendingen e.V., den CSU-Kreisverband Unterallgäu/Memmingen sowie einen Privatmann geschädigt haben.

  • Beim ECDC Memmingen fiel der größte Teil des Schadens an.

  • Der CSU-Kreisverband Unterallgäu/Memmingen entdeckte nach interner Prüfung einen Fehlbetrag von 30.600 Euro.

  • Beim Fan-Club Amendingen fehlten rund 1.900 Euro.

  • Ein Bekannter des Angeklagten verlor durch ein Darlehen 30.000 Euro.

Ermittlungen und Geständnis

Der Fall wurde im Sommer 2024 öffentlich. Zuvor saß der Beschuldigte knapp drei Wochen in Untersuchungshaft in der JVA Augsburg-Gablingen, wurde aber nach einem Geständnis und gegen Auflagen wieder entlassen. Ermittler überprüften über Monate hinweg die Banktransaktionen, um den tatsächlichen Schaden zu beziffern.

Dem Mann wird vorgeworfen, unter anderem Bescheide gefälscht und Gelder auf eigene Konten umgeleitet zu haben.

Gerichtstermin und Ausblick

In der Verhandlung soll der Angeklagte erklären, was ihn zu den Taten antrieb. Laut seinem Anwalt Dominik Hofmeister will er Wiedergutmachung leisten. Ein entsprechender Vorschlag soll bei der Hauptverhandlung präsentiert werden.

Bis zur Urteilsverkündung gilt die Unschuldsvermutung. Ein Urteil könnte noch am selben Tag fallen.

spot_img