Waldbrandgefahr in Bayern auf höchster Stufe: DWD warnt – Luftüberwachung im Einsatz

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In Bayern ist die Gefahr von Wald- und Flächenbränden derzeit so hoch wie selten. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für mehrere Regionen im Freistaat die höchste Warnstufe des Waldbrandgefahrenindex ausgerufen: Stufe 5 – „sehr hohe Gefahr“.

Alarmstufe Rot in mehreren bayerischen Regionen

Besonders betroffen sind Gebiete rund um die Messstationen in Rothenburg ob der Tauber, Schwandorf, Weidenbach-Weiherschneidbach, Regensburg, Garmisch-Partenkirchen sowie Wielenbach. Auch viele weitere Regionen befinden sich auf Warnstufe 4, was einer hohen Brandgefahr entspricht. Der DWD rechnet in den nächsten Tagen mit weiterhin hohen Temperaturen von bis zu 34 Grad. Erst gegen Ende der Woche könnten örtlich Regen oder Gewitter für eine leichte Entspannung sorgen.

Stufen der Waldbrandgefahr

Memmingen 4
Günzburg 3
Augsburg 4
München-Stadt 4
Kempten 4
Oy-Mittelberg 4
Sigmarszell 3
Oberstdorf 4
Ulm 4
Leutkirch im Allgäu 4
Friedrichshafen 4
(1) sehr geringeGefahr | (2) geringe Gefahr | (3) mittlere Gefahr | (4) hohe Gefahr | (5) sehr hohe Gefahr |

Früherkennung aus der Luft: Beobachtungsflüge im Einsatz

Um Waldbrände frühzeitig aufzuspüren, setzt Bayern auf regelmäßige Überwachungsflüge. Am Mittwoch sind wieder Flugzeuge der Luftrettungsstaffel Bayern über Mittelfranken, Niederbayern und der Oberpfalz unterwegs. An Bord befinden sich neben dem Piloten stets ein Feuerwehrmann und ein Förster. Schon am Wochenende und zu Wochenbeginn hatten derartige Flüge dazu beigetragen, potenzielle Brandherde schnell zu erkennen.

Großbrand bei Nürnberg: 30.000 Quadratmeter in Flammen

Am Dienstag geriet ein Waldgebiet nahe Wendelstein im Landkreis Roth südlich von Nürnberg in Brand. Rund 400 Einsatzkräfte kämpften gegen die Flammen, die sich über eine Fläche von rund 30.000 Quadratmetern ausbreiteten. Unterstützt wurden die Feuerwehren durch einen Polizeihubschrauber. Eine nahegelegene Einrichtung für betreutes Wohnen wurde vorsorglich evakuiert.

Auch am Morgen danach war die Feuerwehr noch im Einsatz: Mit Hilfe von Drohnen und Wärmebildkameras wurden bis zu 200 Glutnester lokalisiert und abgelöscht. Die Behörden rufen die Bevölkerung weiterhin dazu auf, das betroffene Gebiet weiträumig zu meiden.

Wetterlage bleibt angespannt

Das Bayerische Landesamt für Umwelt bestätigt: Das Frühjahr war bislang außergewöhnlich trocken – eine der Hauptursachen für die angespannte Lage. Der DWD warnt vor weiter anhaltender Hitze. Solange kein flächendeckender Regen einsetzt, bleibt die Brandgefahr auf einem kritischen Niveau.

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