Autobahn GmbH prüft zwei Möglichkeiten: Umbau oder zusätzlicher Autobahnanschluss
Mit den steigenden Passagierzahlen und der fortschreitenden Entwicklung des Gewerbes hat auch der Verkehr rund um den Allgäu Airport in Memmingerberg deutlich zugenommen. Vor allem an der Autobahnanschlussstelle Memmingen-Ost kommt es immer wieder zu Behinderungen und Rückstaus auf die A 96. Ist deshalb ein zusätzlicher Autobahnanschluss zwischen Holzgünz und Memmingen notwendig? Um diese Frage zu klären, hat der Landkreis Unterallgäu zusammen mit der Autobahn GmbH des Bundes und dem Allgäu Airport im Jahr 2020 eine Verkehrsuntersuchung in Auftrag gegeben. Nun liegen die Ergebnisse vor. Diese stellten Claus Kiener vom Ingenieurbüro Modus Consult und Tobias Ehrmann von der Autobahn GmbH des Bundes im Kreisausschuss des Unterallgäuer Kreistags vor.
Das Gutachten bestätigt, dass an der Anschlussstelle Memmingen-Ost Handlungsbedarf besteht. Der dortige Kreisverkehr ist zu Spitzenzeiten schon jetzt überlastet und der Verkehr wird voraussichtlich weiter zunehmen. Leistungsfähig werden könnte der bestehende Anschluss laut Gutachten durch einen vollständigen Umbau. Die beste verkehrliche Situation werde aber mit einer zusätzlichen Anschlussstelle plus verkehrslenkenden Maßnahmen erreicht.
Die Autobahn GmbH des Bundes sucht nun nach einer Lösung. In Frage kommt laut Tobias Ehrmann ein Umbau der bestehenden Anschlussstelle mit einer neuen Auf- und Abfahrt an der südlichen Fahrbahn der Autobahn, angebunden an die Kreisstraße MN17. Als Alternative wäre der Neubau eines zusätzlichen Autobahnanschlusses denkbar – samt Umbau des Kreisverkehrs an der bestehenden Anschlussstelle in eine Kreuzung mit Ampelschaltung. Es müsse nun allerdings erst untersucht werden, ob diese Lösungen baulich umsetzbar sind.
Laut Landrat Alex Eder ist mit dem Gutachten nochmal deutlich geworden, dass der Bund an der Autobahnanschlussstelle etwas tun müsse, nicht der Kreis. Einen ersten Schritt, um die Verkehrssituation zu verbessern, hat der Kreis bereits im Jahr 2013 gemacht. Dieser errichtete zwischen der Anschlussstelle Memmingen-Ost und dem Flughafen eine Entlastungsstraße, so dass der Verkehr von und zur Autobahn nicht mehr durch Memmingerberg fließen musste. Schon damals war allerdings erkennbar, dass die neue Kreisstraße MN17 allein nicht ausreicht, um dem wachsenden Verkehrsaufkommen zu begegnen.
Weitere Themen in Kürze
- Lücke im Radwegenetz schließt sich: Die Gemeinde Lachen plant den Bau von zwei Radwegen – zwischen Moosbach und Lachen sowie zwischen Lachen und Albishofen. Damit wird sich auf der Achse Hawangen-Albishofen-Woringen eine weitere Lücke im Unterallgäuer Radwegenetz schließen. Der Kreisausschuss begrüßte die Pläne. Das Gremium stimmte zu, dass die Gemeinde den Rad- und Gehweg entlang der Kreisstraße MN 16 zwischen Moosbach und Lachen in sogenannter Sonderbaulast errichtet. Das bedeutet, dass die Gemeinde den Radweg für den Landkreis baut. Der Radweg soll 680 Meter lang und mit einem Grünstreifen von der Fahrbahn abgetrennt werden. Die Kosten betragen rund 420.000 Euro. 50 Prozent der nach Abzug der staatlichen Fördermittel verbleibenden Kosten trägt der Landkreis, der Eigentümer des Radwegs ist und die Baulast trägt. Die Gemeinde übernimmt den laufenden Unterhalt, den Winterdienst, die Reinigung und die Verkehrssicherungspflicht. In Verbindung mit dem neuen Radweg möchte die Gemeinde Lachen außerdem einen Wirtschaftsweg zwischen Lachen und Albishofen auf 630 Metern zu einem Radweg umbauen. Die Kosten betragen 370.000 Euro. Hierbei handelt es sich um einen Radweg der Gemeinde, an dem sich der Kreis ebenfalls mit 50 Prozent der Kosten nach Abzug von Fördermitteln beteiligt.
- Kreiswahlleitung für Kommunalwahl: Am 8. März 2026 ist Kommunalwahl in Bayern. Die Wahlleitung für die Kreistags- und Landratswahl im Unterallgäu sollen Sarah Esser und Frank Rattel vom Landratsamt Unterallgäu übernehmen, empfahl der Kreisausschuss dem Kreistag.







