IHK Schwaben | Rund 1.400 Ausbildungsplätze sind noch unbesetzt

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In gut acht Wochen startet das Ausbildungsjahr. Chancen für Bewerber sind gut.

Wie geht es nach dem Schulabschluss weiter? Die Absolventen der Real-, Wirtschafts- und Mittelschulen sowie die Gymnasiasten haben ihre Prüfungen bereits hinter sich, einige schon ihr Zeugnis in der Hand. „Wer danach eine Ausbildung starten möchte, hat in diesem Jahr hervorragende Chancen“, sagt Dr. Christian Fischer, Leiter der Abteilung Ausbildung bei der IHK Schwaben. „Das Angebot an offenen Stellen ist quer durch alle Branchen enorm.“ Rund 1.400 Ausbildungsplätze in IHK-Berufen sind derzeit für Bayerisch-Schwaben in der IHK-Lehrstellenbörse eingetragen, mehr als 500 davon im Allgäu.

Am 1. September startet das neue Ausbildungsjahr in den fast 1.700 IHK-Ausbildungsbetrieben im Allgäu. Trotz der wirtschaftlich schwierigen Situation ist die Ausbildungsbereitschaft der Betriebe aus Produktion, Handel und Dienstleistungen ungebrochen. „Die Unternehmen stemmen sich aktiv gegen den Fachkräftemangel und bilden verstärkt aus“, berichtet IHK-Ausbildungsexperte Fischer. „Viele haben ihr Ausbildungsangebot sogar noch einmal ausgeweitet.“

Auf ähnlich hohem Niveau wie im Vorjahr

Derzeit sind schwabenweit bereits mehr als 5.100 Ausbildungsverträge bei der IHK Schwaben eingetragen. Damit bewegt man sich auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr. Damals war die Zahl der neuen Ausbildungsverträge schwabenweit um fünf Prozent angestiegen. Auch in diesem Jahr rechnet man bei der IHK Schwaben mit einem ähnlich guten Ergebnis wie 2023 – vorausgesetzt, die Unternehmen finden genügend qualifizierte Bewerberinnen und Bewerber. Fischer geht davon aus, dass zum Ausbildungsstart im September etwa 9.000 neue Auszubildende in einem IHK-Beruf starten werden.

Unternehmen suchen nach Bewerbern

Allerdings tun sich die Unternehmen zunehmend schwer, geeignete Bewerber zu finden. Das Problem, ist Fischer überzeugt, wird sich in den nächsten Jahren verschärfen: „Im kommenden Jahr fällt wegen des Wechsels vom acht- auf das neunjährige Gymnasium ein kompletter Abi-Jahrgang weg. Das werden wir auch auf dem Ausbildungsmarkt deutlich zu spüren bekommen.“

Beste Chancen auf einen Ausbildungsplatz schon ab September

In der IHK-Lehrstellenbörse unter ihk-lehrstellenboerse.de sind für ganz Bayerisch-Schwaben derzeit rund 1.400 offene Ausbildungsplätze für September eingetragen. Vor allem im Handel, in der Logistik, in der Industrie und der Dienstleistungsbranche suchen die Unternehmen nach Nachwuchs. Im Allgäu haben die Unternehmen mehr als 500 freie Ausbildungsplätze gemeldet. „Wer jetzt eine Bewerbung schreibt, kann unter Umständen schon im September in eine Ausbildung starten“, sagt Fischer. Sein Appell an die jungen Menschen: jetzt bewerben! „Gut ausgebildete Fachkräfte werden in der Region quer durch alle Branchen gesucht“, betont Fischer. Laut aktuellem IHK-Arbeitsmarktradar fehlen in Bayerisch-Schwaben derzeit mehr als 10.000 Arbeitskräfte mit Berufsausbildung. Bis 2027 wird sich die Lücke auf 11.300 vergrößern.

IHK Schwaben unterstützt mit zahlreichen Angeboten

Die IHK Schwaben unterstützt daher Interessierte und Unternehmen, damit offene Ausbildungsplätze besetzt werden. Das Expertenteam der IHK Schwaben hilft unter der Hotline 0821 3162-100 und bietet Unterstützung bei individuellen Fragen – egal, ob es um die Wahl des passenden Jobs oder das richtige Anschreiben für die Bewerbung geht. „Unser Beratungsteam steht nicht nur jungen Menschen, sondern auch interessierten Eltern mit Rat und Tat zu Seite“, betont Fischer. Darüber hinaus gibt es zahlreiche digitale Info-Angebote unter ihk.de/schwaben/ausbildung. Dort können Interessierte auch erfahren, mit welchen Angeboten die IHK Schwaben junge Menschen in der Region erreichen will, z. B. mit dem Pop-up-Store, der noch bis 13. Juli in der Kemptener Innenstadt geöffnet ist, oder individueller Beratung.