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Memmingen
Dienstag. 27. Oktober 2020 / 44

Memmingen | Vorführung beim Amtsgericht durch die Polizei – 22-Jähriger macht sich aus dem Staub – die Flucht dauerte jedoch nicht lange an

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Foto: Pöppel

Am Montagmorgen, 03.02.2020, war gegen 10:30 Uhr, eine uniformierte Polizeistreife am Bahnhof Günzburg nach einer Mitteilung wegen einem Hausfriedensbruch im Einsatz.

Im Rahmen dieses Einsatzes stellten die beiden männlichen Polizeibeamten die Identität eines Tatverdächtigen fest. Während dieser Überprüfung kam plötzlich ein von der Maßnahme völlig unbeteiligter 22-jähriger eritreischer Mann von Hinten auf einen der Polizeibeamten zu gerannt und griff an die Schusswaffe des Polizisten. Durch massives Reißen an der Waffe versuchte der 22-Jährige, diese aus dem Holster zu ziehen. Nur durch konsequente Gewaltanwendung gegen den Tatverdächtigen gelang es den Polizeibeamten, dessen Griff an der Schusswaffe zu lösen und diesen im Anschluss auf dem Boden zu fesseln. Bei der Auseinandersetzung wurden die beiden 26- und 27-jährigen Polizeibeamten leicht verletzt. Der Tatverdächtige, welcher zuletzt im Landkreis Günzburg wohnhaft war, wurde festgenommen und zur Polizeiinspektion Günzburg verbracht. Im Anschluss übernahm die Kriminalpolizeiinspektion Neu-Ulm die weiteren Ermittlungen. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Memmingen wurde der Mann am Dienstagnachmittag, 04.02.2020, dem Ermittlungsrichter des Amtsgericht Memmingen vorgeführt.

Hierbei gelang es ihm, trotz Fesselung zunächst zu Fuß zu flüchten.

Seitens der Polizeiinspektion Memmingen wurde sofort eine groß angelegte Fahndung im Stadtgebiet eingeleitet. Unterstützt wurde die Memminger Polizei durch hinzugezogene Beamte anderer Dienststellen und Kräfte der Bereitschaftspolizei, die sich wegen eines anderen Einsatzes im Allgäu befanden. Dadurch konnten die Fahndungsmaßnahmen innerhalb sehr kurzer Zeit mit einer großen Zahl von Einsatzkräften betrieben werden. Diese führten rasch zum Erfolg. Der Geflohene konnte schließlich widerstandslos festgenommen werden.

Nach Vorführung vor dem Ermittlungsrichter erließ dieser gegen den Eritreer einen Untersuchungshaftbefehl wegen versuchten Raubes und Körperverletzung. Im Anschluss wurde der Mann in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Zu den Beweggründen für seine Tat äußerte sich der Tatverdächtige nicht.

 

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