Memmingen – Feuerwehr erhält Kleinalarmfahrzeug für Türöffnungseinsätze

Foto: Stadt Memmingen

Foto: Stadt Memmingen

Im Rahmen eines feierlichen Festaktes übergab jetzt Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger ein Kleineinsatzfahrzeug an die Freiwillige Feuerwehr Memmingen. Für eine der häufigsten Alarmierungsarten „Wohnungsöffnung“ wurde ein entsprechendes Fahrzeug durch die Stadt beschafft und mit feuerwehrspezifischen Werkzeug und Gerät ausgerüstet.

Stadtbrandrat Hans Hirschmeier begrüßte die zahlreich erschienenen Besucher und Ehrengäste aus Politik, Wirtschaft und Kirche und erklärte, dass das neue Feuerwehrfahrzeug „ein Fahrzeug, eigens für die schnelle Hilfe, für bedürftige Memminger Bürgerinnen und Bürger“ sei. „Gerade allein lebenden Personen, die nach einem Sturz nicht mehr in der Lage sind ihre Wohnungstüre zu öffnen, kann so schnell und effizient geholfen werden“, zeigte der Feuerwehrchef auf.

Die Konzeption dieses Fahrzeuges wurde notwendig, nachdem sich die Zahl der Wohnungsöffnungen seit der Inbetriebnahme der Integrierten Leitstelle Donau-Iller deutlich erhöht hat. Im Einsatzfall wird künftig nur noch eine kleine Mannschaft alarmiert und die Gesamtwehr somit entlastet. Das von der Stadt Memmingen beschaffte gebrauchte Fahrzeug wurde durch die Gerätewarte des Brandschutzamtes der Stadt Memmingen mit einem übersichtlichen Ladesystem mit Gerätschaften für Türöffnungen ausgestattet. Finanziert wurden die Einbauten aus Spendengeldern der Memminger Bürgerinnen und Bürger sowie einem Zuschuss des Feuerwehrvereins.

Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger ging in seiner Ansprache auf die veränderte Einsatzpraxis ein, nach der die hauptamtlichen Gerätewarte tagsüber das ehrenamtliche Personal entlasten. „Die Feuerwehr bleibt auch zukünftig ehrenamtlich“, betonte Dr. Holzinger ausdrücklich. Die Entlastung tagsüber durch die Hauptamtlichen sei keinesfalls einer Abschaffung des Ehrenamtes gleichzusetzen. Zum Abschluss seiner Rede lobte der Rathauschef alle ehrenamtlich aktiven Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner für ihr großes Engagement.

Es ist bei der Memminger Feuerwehr gute Tradition, den Einsatzfahrzeugen Namen von besonders verdienten Mitgliedern oder Funktionsträgern zu geben. „Der neue Gerätewagen wird auf den Namen „Max“ getauft“, lüftete Stadtbrandrat Hirschmeier das gut gehütete Geheimnis. Damit würden die besonderen Verdienste des langjährigen Feuerwehrmannes Maximilian Engstle gewürdigt, so Hirschmeier. Sichtlich überrascht freute sich Engstle über die Wahl und enthüllte den Schriftzug am Fahrzeug.

Im Anschluss segneten Diakon Roland Pressl und Dekan Christoph Schieder das neue Einsatzfahrzeug der Memminger Wehr. Der Festakt wurde vom Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr musikalisch umrahmt.

Im Jahr 2014 wurden von allen Feuerwehren in der Stadt Memmingen insgesamt 655 Einsätze bewältigt. Den Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmännern stehen hierfür 38 Fahrzeuge vom Pulverlöschanhänger bis hin zum Tanklöschfahrzeug zur Verfügung.

 

Bildunterschriften

Symbolisch übergibt Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger Stadtbrandrat Hans Hirschmeier den Schlüssel für das neue Feuerwehrfahrzeug.

Der neue Gerätewagen der Freiwilligen Feuerwehr Memmingen ist speziell für Wohnungsöffnungen konzipiert und mit einem übersichtlichen Ladesystem mit Gerätschaften für Türöffnungen ausgestattet.

Der Tradition der Memminger Wehr folgend wird auch dieses Einsatzfahrzeug getauft. Damit werden die besonderen Verdienste des langjährigen Feuerwehrmannes Maximilian Engstle gewürdigt. Im Bild (v.l.) Erster Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr Memmingen, Matthias Krüger, Stadtbrandrat Hans Hirschmeier, Max Engstle und Stadtbrandinspektor Wolfgang Bauer.

Das neue Einsatzfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Memmingen wird durch Diakon Roland Pressl (links) und Dekan Christoph Schieder gesegnet.

Musikalisch umrahmt der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Memmingen die Fahrzeugübergabe: Fotos: Michael Birk/Pressestelle Stadt Memmingen.