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Memmingen – Begleitung auf dem Weg in die deutsche Gesellschaft

Ausländerbeirat besucht das Kolping Bildungszentrum

 

Foto: Stadt Memmingen

Foto: Stadt Memmingen

Einen herzlichen Empfang bereitete eine Gruppe von asylsuchenden jungen Männern den Mitgliedern des Ausländerbeirates. Die Mitglieder des Beirats mit ihrem Vorsitzenden Comm. Antonino Tortorici besuchten das Kolping Bildungszentrum und informierten sich über das Integrationsprojekt „VIA SPERA“.

VIA SPERA – Straße der Hoffnung“, so lautet der Name des Asylprojekts der Agentur für Arbeit das in Zusammenarbeit mit dem Kolping Bildungszentrum und dem Caritas Integrationsdienst in Memmingen umgesetzt wird. Herbert Hiemer, der stellvertretender Leiter des Kolping Bildungszentrums und Helmut Lauber, Migrationsbeauftragter der Agentur für Arbeit, stellten „VIA SPERA“ den Mitgliedern des Ausländerbeirats vor. Im Rahmen dieses Projektes wird Asylsuchenden jungen Menschen der Zugang zum Arbeitsmarkt eröffnet. Dazu gehören Qualifizierungsmaßnahmen wie Praktika, die ganz oder teilweise von der Agentur für Arbeit finanziert werden, und auch die theoretische und praktische Ausbildung im Kolping Bildungszentrum. Auch müssen die Projektteilnehmer an grundlegende Aspekte der Arbeit, wie zum Beispiel Pünktlichkeit und regelmäßige Arbeitszeiten, herangeführt werden. „Das Wichtigste aber ist und bleibt das Lernen der deutschen Sprache“, betonte Hiemer. Für ihn habe es große Bedeutung, „Menschen, die eine neue Heimat suchen, zu helfen und sie ein Stück des Weges zu begleiten“.. Dieses Projekt sei „modellhaft für ganz Schwaben“ und Annemarie Möhring vom Caritas-Migrationsdienst hofft, dass das „Pilotprojekt“ viele Nachahmer findet.

21 Asylbewerber aus acht verschiedenen Nationen nehmen derzeit an dem Projekt teil und bereiteten ihren Gästen einen herzlichen Empfang. Angeleitet durch ihre Deutschlehrerin Krisztina Mares hatten die jungen Männer Präsentationen vorbereitet und stellten den Besuchern sich und ihre Heimatländer vor. So kam deutlich zum Ausdruck, „dass immer auch Menschen hinter den Akten und Zahlen stecken“, wie Mares betonte. Hiemer berichtete, er hoffe bereits im Sommer oder Herbst dieses Jahres einige Teilnehmer soweit vorbereitet zu haben, um sie in eine Ausbildung oder Schule bringen zu können.

Commendatore Antonino Tortorici, Vorsitzender des Ausländerbeirats, bedankte sich für den Empfang und die Präsentationen und hob die positive Entwicklung in der Arbeit mit Menschen mit Migrationshintergrund hervor. Als die erste Generation von Gastarbeitern nach Deutschland kam, habe man diese, ungeachtet der Sprachkenntnisse, in Arbeit gesteckt und nicht auf deren Eingliederung in die Gesellschaft geachtet. Heute werde dagegen großen Wert auf Integration gelegt.

Im Anschluss besichtigten die Mitglieder des Ausländerbeirats das Klassenzimmer der „VIA SPERA“-Gruppe und die Werkstätten zur Holz- und Metallbearbeitung, in denen die handwerklichen Fertigkeiten vermittelt werden. Dabei informierte Hiemer über andere Maßnahmen für verschiedene Zielgruppen des Kolping Bildungszentrums wie Förder- und Stützunterricht für Schüler oder die Vorbereitung auf die Ausbildung. Voller Begeisterung nannte er Beispiele von Jugendlichen, die durch solche Maßnahmen auf das spätere Berufsleben vorbereitet wurden und heute in einem geregelten Arbeitsverhältnis stehen oder gar selbständig sind.


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