Lindau | Fische und Schlangen im Gepäck – Bundespolizei stellt 80 Kilogramm Tierkadaver sicher

Das Reisegepäck der Businsassin – Foto: Bundespolizei

Am Samstagmorgen, 10.08.2019, hat die Bundespolizei bei der Grenzkontrolle bei Lindau am Bodensee nicht nur einen Haftbefehl vollstreckt, sondern auch drei Taschen voller getrockneter Fische und Schlangen gefunden. Eine Belgierin führte die von Insekten befallenen Tierkadaver in ihrem Reisegepäck mit.

Lindauer Bundespolizisten kontrollierten am Grenzübergang Hörbranz die Insassen eines Fernreisebusses aus Italien. Die Beamten stellten bei der Überprüfung einer Belgierin einen Vollstreckungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft Frankfurt/Main wegen Steuerhinterziehung fest. Die 39-Jährige konnte die Geldstrafe in Höhe von 425 Euro begleichen.

Die Reisende führte außerdem drei Reisetaschen mit, die in blaue Müllsäcke eingepackt waren. In dem Gepäck fanden die Bundespolizisten insgesamt 80 Kilogramm getrocknete Fische und Schlangen, die bereits mit Insekten, vermutlich Maden, befallen waren.

Die Polizisten stellten nach Rücksprache mit dem Zoll und der Bayerischen Kontrollbehörden für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen die Tierkadaver aufgrund des Verdachts des Verstoßes gegen das Artenschutzgesetz sicher. Die Bundespolizisten übergaben den unappetitlichen Fund zuständigkeitshalber an die Beamten des Zolls Lindau. Die Belgierin konnte nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen ihren Weg fortsetzen.