Leipheim | Kampfmittelfund – Bazooka muss durch Spezialisten kontrolliert gesprengt werden

 

Symbolbild

Im Laufe des Freitags, 06.07.2018, mussten im Bereich der Fonyoder Straße Einmündung Jakob-Wehe-Straße in Leipheim, Lkrs. Günzburg, Grabungsarbeiten zur Reparatur einer Stromleitung durchgeführt werden. In diesem Gebiet war im Laufe des Freitages der Strom ausgefallen.

Die Polizei erhielt am Freitagabend, gegen 20.30 Uhr, die Mitteilung, dass im Zuge dieser Grabungsarbeiten ein Kampfmittel aus dem 2. Weltkrieg, vermutlich eine Granate, gefunden worden sei. Die Grabungsarbeiten wurden sofort eingestellt. Im Zuge der ersten Maßnahmen unter Hinzuziehung eines Fachmannes eines Kampfmittelräumdienstes bestätigte sich der Verdacht, dass es sich bei dem aufgefundenen Gegenstand tatsächlich um ein Kampfmittel aus dem 2. Weltkrieg handelte. Es war das Geschoß einer sogenannten Bazooka, also einer panzerbrechenden Waffe. Der Fachmann des Kampfmittelräumdienstes erklärte, dass aufgrund des Zustandes dieses Blindgängers ein Abtransport nicht möglich ist, sondern eine geregelte Sprengung vor Ort im Lauf des Samstagvormittags notwendig sein wird. Bis zur Durchführung der Sprengung wurde das Geschoß vor Ort gesichert und durch Kräfte der Polizei durchgehend bewacht.

Für die Durchführung der Sprengung mussten am Samstagmorgen ab ca. 09.00 Uhr in einem Radius von ca. 100 Meter diverse Straßen gesperrt werden. In einem begrenzten Umfang waren auch Evakuierungen notwendig. Von der Evakuierung waren drei Wohnhäuser betroffen. Deren Bewohner mussten die Häuser verlassen. In einem erweiterten Bereich wurden die Bewohner aufgefordert, in ihren Häusern zu bleiben. Ein Firmengelände wurde ebenfalls gesperrt. Die gezielte Sprengung des Geschoßes wurde gegen 10.45 Uhr auf einem in der Nähe des Fundortes gelegenen Sportplatz durchgeführt. Die Sprengung verlief ohne Zwischenfälle. Es kam zu keinerlei Personen- oder Sachschäden, mit Ausnahme des Materials, welches zur Eindämmung im Rahmen der gezielten Sprengung verwendet worden war.

Neben dem Kampfmittelräumdienst und Beamten der Polizeiinspektionen Günzburg, Neu-Ulm, Krumbach und Burgau, sowie der Autobahnpolizei Günzburg, waren auch die Freiwillige Feuerwehr Leipheim und Kräfte des Rettungsdienstes eingesetzt. Ebenfalls eingebunden waren die Stadt Leipheim und das Landratsamt Günzburg.