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Lasertag-Anlage in Memmingen geschlossen – Inhaber erhebt harsche Vorwürfe gegen Stadtverwaltung

Bildquelle: Allgäuhit.de

Rund um die Schließung einer Lasertag-Anlage in Memmingen gibt es Gesprächsbedarf von Seiten des Stadtratsmitglieds Thomas Mirtsch von der CRB. Er hat sich in einem offenen Brief an Oberbürgermeister Manfred Schilder gewandt. Damit möchte er Vorwürfe gegen die Stadt aufklären. 

Der offene Brief im Wortlaut:

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, mit Verwunderung hat am Wochenende die Lasertag-Anlage im Memminger Gewerbegebiet Nord bekanntgegeben, die Anlage zu schließen. Hierbei erhebt der Betreiber und Inhaber der Anlage doch harsche Vorwürfe gegen die Stadtverwaltung, die ich gerne erläutert hätte.

Ursprünglich hat dieselbe Anlage wie sie in Kempten besteht dieselben Vorgaben wie in Kempten erhalten. Im Vorfeld hätte man sich mit den verantwortlichen in der Stadt besprochen um diese Vorgaben zu erfüllen. Hierbei wurde festgestellt, wie in Kempten auch die Anlage ab 12 Jahren zu öffnen. Nach Eröffnung wurde diese Regelung auch beibehalten.

Nach etwa 1,5 Jahren plötzlich hat das Jugendamt die Regelungen verändert und die Anlage nur noch ab 16 Jahren freigegeben. In Kempten jedoch wurden die Vorgaben bei zwölf Jahren belassen. Das wirft natürlich die Frage auf, warum in einer benachbarten Stadt die bekannten Regeln unterschiedlich aufgefasst werden und unterschiedlich gehandhabt werden. Ich bitte um Erklärung, warum dieselbe Anlage in Kempten ab zwölf, im Oberzentrum Memmingen jedoch erst ab einem Alter von 16 Jahren betreten und bespielt werden darf.

Des Weiteren wird moniert, dass eine sogenannte Blastertec-Anlage (auch bekannt unter Nerf) zusätzlich zur bestehenden in Betrieb hätte gehen sollen. Diese Spielgeräte werden im freien Handel angeboten und haben die Altersempfehlung ab acht Jahren. Warum benötigt eine solche Genehmigung so lange? Warum wird hier den Gewerbetreibenden solche Knüppel zwischen die Beine geworfen? Thema Event und Ausschank: Warum durfte die Anlage keine Events mit einem normalen Ausschank anbieten?

In direkter Nachbarschaft haben sich Verpflegungsbetriebe niedergelassen ohne dass hier ein Ausschankverbot ausgesprochen wurde, Straßenfeste mit öffentlichem Ausschank finden in dem Gebiet ebenso statt. Selbst Discotheken waren früher dort beheimatet. Warum wurde lediglich diesem Betreiber ein solcher Ausschank – auch in kleiner Form – für besondere Events nicht genehmigt? Insgesamt kommt einem dies doch etwas nach Gutsherrenart vor, wenn einem Gewerbetreibenden mit einem weiten Einzugsgebiet bis weit ins sogenannte Hinterland alles verboten wird, was das wirtschaftliche Überleben sichern könnte.

Vielleicht findet sich ja noch eine Lösung mit dem Gewerbebetrieb um ihn in Memmingen zu halten, wenn auch der tiefe Frust der Vergangenheit in dem Video auf Facebook etwas Anderes erwarten lässt. Die Einladung für dieselbe Anlage in Kempten hat der Betreiber jedoch bereits ausgesprochen und es kann kein Interesse der Stadt Memmingen sein, dass wieder einmal sämtliche Memminger in benachbarte Kommunen fahren müssen, um einem Hobby nachgehen zu können.

Um schnellstmögliche Klärung wird gebeten.

Mit freundlichen Grüßen

 

Das Video findet Ihr auf Facebook – hier [1]

 


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