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Samstag. 16. Januar 2021 / 02

Landkreis Unterallgäu verbessert Schülerbeförderung zu Förderzentren

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Der Landkreis verbessert die Schülerbeförderung zu den Sozialpädagogischen Förderzentren in Mindelheim und Memmingen. Ab dem neuen Schuljahr werden die Kinder in der Regel in den ersten drei Schulbesuchsjahren mit Kleinbussen zur Schule gefahren. Bisher war das nur die ersten beiden Jahre der Fall. Das beschloss der Ausschuss für Mobilität, Nahverkehr und Verkehrsvernetzung des Unterallgäuer Kreistags. Ausschlaggebend waren Schwierigkeiten am Förderzentrum in Mindelheim.

Landrat Alex Eder erläuterte die Problematik. In den ersten beiden Schulbesuchsjahren – das entspricht im Förderzentrum den Klassen 1 und 1A – befördere der Kreis die Schüler bereits größtenteils mit Kleinbussen. Schließlich hätten die Schüler nicht nur einen besonderen Förderbedarf, sondern müssten häufig auch einen weiteren Weg als andere zurücklegen. Schwierig geworden sei es ab dem dritten Schulbesuchsjahr (Klasse 2) mit dem Wechsel auf eine Beförderung mit dem Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). „Das stellte die Schulleitung jedes Jahr aufs Neue vor eine Herausforderung“, sagte Eder. Denn die Schüler mussten zwischen Schulende und Busabfahrt betreut und zu den Haltestellen begleitet werden.

Beim Mindelheimer Förderzentrum gibt es drei verschiedene Haltestellen und der Weg zum richtigen Bus gestalte sich für die Kinder dadurch besonders schwierig, so der Landrat. Zwar habe der Landkreis Personal für die Betreuung und Begleitung eingestellt, aber man habe nicht immer ausreichend Kräfte akquirieren können. Deshalb mussten Schulleitung und Lehrer immer wieder selbst tätig werden – vor allem am Schuljahresanfang.

Aus diesem Grund kam das Mindelheimer Förderzentrum mit der Bitte auf den Landkreis zu, die Beförderung mit Kleinbussen auszuweiten. Die Verwaltung hat daraufhin verschiedene Beförderungsszenarien und Kostenschätzungen erstellt. Grundsätzlich sollte in der Schülerbeförderung immer der ÖPNV bevorzugt werden, erklärte Eder. Gegen einen ausschließlichen Einsatz von Schulbussen spreche auch, dass bei der Vielzahl an Schülern dann auch die Kleinen nicht mehr zuhause abgeholt werden könnten. Zudem handelte es sich bei einer Beförderung aller Schüler mit reinen Schulbussen um die teuerste Variante, die die Verwaltung untersucht hatte.

So sprach sich der Ausschuss schließlich dafür aus, einen weiteren Jahrgang, also auch Klasse 2, mit Schulbussen zu befördern, die anderen Schüler bis zur neunten Klasse aber weiterhin mit ÖPNV-Bussen zum Unterricht zu bringen. Da alle Schüler gleichbehandelt werden sollen, fahren auch Schüler, die das Förderzentrum in Memmingen, die Reichshainschule, besuchen, künftig ein weiteres Jahr mit Kleinbussen.

Trotz Schwierigkeiten gab es am Mindelheimer Förderzentrum bereits Verbesserungen, wie Helmut Höld, ÖPNV-Beauftragter am Landratsamt, erläuterte. So können die meisten Schüler, die mit den öffentlichen Bussen kommen, inzwischen an zwei Haltestellen – am Förderzentrum und in der Brennerstraße – ein- und aussteigen. Die Bushaltestelle am Forum werde nur noch vereinzelt angefahren. Außerdem verfüge der Landkreis seit November wieder über drei Busaufsichten am Mindelheimer Förderzentrum und damit über ausreichend Personal.

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