Krumbach | Mann wird nach Video-Chat erpresst

Symbolbild

Etwas aufgelöst meldete sich Mittwochnacht, 09.10.2019, gegen 02.30 Uhr, ein 26-jähriger Mann bei der Polizeiinspektion Krumbach. Er hatte kurz zuvor über ein Datingportal mit einem Videochat Kontakt zu einer Frau. Während des Kontakts überredete die Frau den späteren Geschädigten, sich vor der Kamera zu entblößen. Kurze Zeit später erpresste die Unbekannte den Mann mit der Veröffentlichung des von ihm gefertigten Bildes. Kriminelle nutzen solche Plattformen, um ihre Opfer auszusuchen.
Sextortion“ heißt der Fachbegriff für diese Form der Internetkriminalität. Der Begriff „Sextortion“ setzt sich aus den englischen Wörtern Sex und Extortion – Erpressung – zusammen. Was wie ein harmloser Flirt beginnt, endet mit hohen Geldforderungen. Die Betrüger lenken die Kommunikation schnell auf eine Video-Telefonie um. Dann bringen sie ihre Opfer dazu, sich vor der Webcam auszuziehen und sexuelle Handlungen an sich selbst vorzunehmen. Dabei zeichnen sie diese sexuellen Handlungen auf und drohen im Anschluss daran, dieses Video oder Bild im Internet zu veröffentlichen, falls ein geforderter Geldbetrag nicht gezahlt würde. Das Phänomen „Sextortion“ betrifft Männer und Frauen. Allerdings sind die meisten Opfer männlich. Meistens sind die Drahtzieher in Banden organisiert und operieren vom Ausland aus.
Bei einer anderen Variante von Sextortion verschicken die Täter an ihre Opfer per eMail ein Erpresserschreiben, in dem sie behaupten, von ihrem Opfer kompromittierende Sexvideos aufgenommen zu haben und Geldbeträge fordern.