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Samstag. 17. April 2021 / 15

Kempten | Mord verjährt nicht – Wiederaufnahme der kriminalpolizeilichen Ermittlungen

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1990 kam es in Kempten im Allgäu zu einem Brandanschlag auf ein von türkischen Familien bewohntes Mehrfamilienhaus. Hierbei starb ein fünfjähriger Junge.

Die Hausbewohner wurden mitten in der Nacht auf den 17.11.1990 von dem Brand im Haus überrascht. Größtenteils konnten sie sich nur durch einen Sprung aus dem Fenster aus dem brennenden Gebäude retten. Hierdurch erlitten sie zum Teil schwere Verletzungen. Der fünfjährige Sohn einer Familie konnte durch die Feuerwehr Kempten zwar noch aus dem Haus geborgen werden, verstarb jedoch kurz darauf im Krankhaus.

Die damaligen kriminalpolizeilichen Ermittlungen wegen Brandstiftung mit Todesfolge führten nicht zur Aufklärung der Tat. Auch ein Bekennerschreiben mit rechtsextremen Inhalten war Gegenstand der damaligen Ermittlungen.

Unter der Leitung der Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus (ZET) bei der Generalstaatsanwaltschaft München führt das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West nun die Ermittlungen wegen Mordes und hat dazu bei der Kriminalpolizeiinspektion mit Zentralaufgaben (KPI-Z) eine Sonderkommission eingerichtet. Diese nahm diese Woche ihre Ermittlungen auf und versucht unter Verwendung moderner Ermittlungshilfsmittel die Tat aufzuklären. In diesem Zusammenhang prüft die Sonderkommission auch Zusammenhänge mit weiteren Brandverfahren aus dieser Zeit.

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