-0.9 C
Memmingen
Sonntag. 24. Oktober 2021 / 42

Kempten im Allgäu | 15 Jahre nach der Tat: Juwelierräuber in Untersuchungshaft

-

ANZEIGE
Print Friendly, PDF & Email

Einen Fahndungserfolg können Staatsanwaltschaft und Kripo Kempten 15 Jahre nach einem rabiaten bewaffneten Raubüberfall auf ein Juweliergeschäft verbuchen. Ein mittlerweile 41-jähriger Mann sitzt zwischenzeitlich in Untersuchungshaft.

Zwei zunächst unbekannte Männer hatten im Oktober 2006 den Juwelier mit vermummten Gesicht und unter Bedrohung der Angestellten mittels einer Schusswaffe überfallen. Sie zertrümmerten Vitrinen mit einem Hammer, steckten die darin befindlichen hochwertigen Armbanduhren in eine Umhängetasche und flüchteten damit mit Mountainbikes. Insgesamt dauert der gefährliche Raubüberfall nicht viel länger als eine Minute.

Durch die umfangreiche Spurensicherung, die akribischen Ermittlungen der Kripo und nicht zuletzt durch die Ausdauer der Ermittlungsbehörden gelang es den Beamten, zehn Jahre nach dem Überfall einen Tatverdächtigen zu identifizieren. Gegen den Serben wurde im Jahr 2016 durch den Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Kempten ein Untersuchungshaftbefehl erlassen; der zur Tatzeit 26-Jährige wurde international zur Fahndung ausgeschrieben.
Vor wenigen Wochen endete die Fahndung erfolgreich, da der Serbe in Kroatien durch die dortige Polizei festgenommen werden konnte. Auf Antrag der Kemptener Staatsanwaltschaft ist er Donnerstag, 16.09.2021, nach Deutschland überstellt und tags darauf dem Ermittlungsrichter vorgeführt worden, der ihm den Haftbefehl eröffnete. Im Anschluss wurde der zwischenzeitlich 41-Jährige in die Justizvollzugsanstalt überstellt. Er bestreitet die Tat.

Gemäß bisherigen Erkenntnissen hatte er in der Vergangenheit eine Haftstrafe in den Niederlanden wegen eines selben Delikts verbüßt. Daneben gibt es Anhaltspunkte, nach denen ihm weitere bewaffnete Überfälle im Bundesgebiet zur Last gelegt werden könnten.
Diesbezüglich dauern die Ermittlungen ebenso noch an wie hinsichtlich des noch unbekannten Mittäters und der noch nicht aufgefundenen Beute.

ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE