Kempten | Ehemann (56) tötet vermutlich mit Messerstichen seine Frau (50) – Hintergründe noch unklar

Symbolbild

UPDATE – Landgericht Kempten, 27.05.2020

Freispruch für Angeklagten Ehemann. Das Gericht war der Ansicht, dass die tödliche Verletzung ohne Weiteres während eines Sturzes in dem Gerangel um das Messer passiert sein konnte. Die Kammer stützte sich dabei auch auf die Aussage der Gerichtsärztin, die die Leiche der Frau obduziert hatte. Die Medizinerin hatte es für möglich gehalten, dass die tödliche Stichverletzung in der Brust der Frau durch einen Sturz mit dem Messer in der Hand verursacht wurde.

Der Angeklagte kam frei. Er saß bis zum Prozess in Untersuchungshaft und wird dafür nun entschädigt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. 


Am Donnerstagnachmittag, 24.10.2019, fanden Beamte der Polizeiinspektion Kempten nach einem Hilferuf zwei Personen in einer Kemptner Wohnung vor.

Bei einer 50-jährigen Frau konnte durch den alarmierten Notarzt nur noch der Tod festgestellt werden, ihr 56-jähriger Ehemann wurde schwer verletzt in eine Klinik verbracht.
Nach bisherigen Ermittlungen geht die Kriminalpolizei davon aus, dass der Mann für den Tod seiner Ehefrau verantwortlich ist. Diese wies Stichverletzungen auf. Derzeit wird von einer Beziehungstat ausgegangen, deren Hintergründe aber noch vollkommen unklar sind.
Der Mann wurde im Laufe des Tages auf Antrag der Staatsanwaltschaft dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Kempten vorgeführt, welcher einen Untersuchungshaftbefehl erließ. Die weiteren Ermittlungen werden durch die Kriminalpolizei Kempten geführt.