Keine innerdeutschen Flüge vom Allgäu Airport – Intersky bleibt am Boden

Foto: Maximilian Mair

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Die österreichische Fluggesellschaft Intersky hat am Donnerstag Abend, 05.11.2015, alle Flüge eingestellt. Damit verliert auch der Allgäu Airport die von Intersky bedienten innerdeutschen Linien nach Berlin, Hamburg und Köln. Vorerst keine innerdeutschen Flüge mehr vom Allgäu Airport. Am Montag will die Geschäftsführung von Intersky beim zuständigen Gericht Insolvenzantrag stellen.

Wie das Nachrichtenportal „Austrian Aviation Net“ berichtet, habe die Leasingfirma Castellake am Donnerstag, 05.11.2015, vier Maschinen – zwei ATR72-600 und zwei Dash 8-Q300 – beschlagnahmt und nach Maastricht ausgeflogen. Wegen überfälliger Raten habe as US-amerikanische Unternehmen wohl die Verträge mit der Fluglinie aus Bregenz gekündigt. Alle Flüge auf den Strecken Friedrichshafen-Berlin TXL, Friedrichshafen-Düsseldorf, Friedrichshafen-Köln/Bonn und Friedrichshafen-Hamburg sind abgesagt.

Die Übernahme der Airline sei gescheitert, teilen die Eigentümer und die Geschäftsleitung von Intersky am Freitag mit. Zwar sei alles erdenklich Mögliche unternommen worden, um einen neuen Investor für das Unternehmen zu finden, doch hätten sich am Freitag die letzten Optionen zerschlagen. Völlig überraschend hat der letzte verbliebene Investor seinen Rückzug aus dem Übernahmeprozess erklärt, heißt es in der Pressemitteilung. Somit muss Intersky am Montag Insolvenz beantragen. Ob der Flugbetrieb fortgeführt wird, müsse der Insolvenzverwalter entscheiden. Aus rechtlichen Gründen sei daher nun auch der Ticketverkauf gestoppt.

Unterdessen sind die Passagiere gestrandet und müssen sich wohl selbst um die Rückkehr an den Bodensee kümmern, wie Nutzer auf der Facebook-Seite Schwäbische.de/Bodensee berichten. Er habe in Hamburg nur erfahren, dass sein Flug storniert sei und auch die nächsten Tage kein Flieger mehr starte, schreibt Thomas Müller. „Kann ich bestätigen. Wollte heute nach Düsseldorf fliegen – Flug storniert. Schalter ist zudem nicht besetzt und auf der Hotline erreicht man auch niemanden“, schreibt Heiko Berger.