Kaufbeuren – Neugablonz | Wer fuhr das Auto – zu schnell in den Kreisverkehr eingefahren – Einsatzkräfte angepöbelt und Schläge angedroht

191130 Unfall Kaufbeuren-24

Foto: AOV

Am Samstagabend, 30.11.2019, um 18:30 Uhr, kam es im Kreisverkehr in der Sudetenstraße in Neugablonz, zu einem Verkehrsunfall mit mehreren beteiligten Fahrzeugen.

Der unfallverursachende Pkw kam mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit aus dem Reifträgerweg angefahren. Aufgrund der nicht angepassten Geschwindigkeit kam er vor der Einfahrt in den Kreisverkehr nach rechts von der Fahrbahn ab und kollidierte hierbei mit einem Verkehrsschild und einem kleineren Baum. Anschließend geriet er in den Gegenverkehr, welcher aus der Sudetenstraße in den Kreisverkehr einfahren wollte. Zwei entgegenkommende Pkw wurden dadurch stark beschädigt. Weiterhin wurde ein Ausstellungswagen des angrenzenden Autohauses leicht beschädigt. Ein 21-jähriger Fahrer eines der entgegenkommenden Fahrzeuge wurde infolge des Unfalls leicht verletzt. Der zweite Fahrzeugführer blieb unverletzt. Die beiden Fahrzeuge waren ansonsten unbesetzt.

Der unfallverursachende Pkw war besetzt mit einem 28-jährigen Mann, einer 24-jährigen Frau sowie einem dreijährigen und einem einjährigen Kind. Wer zum Unfallzeitpunkt den Pkw lenkte, ließ sich noch nicht zweifelsfrei klären. Es steht jedoch fest, dass der 28-jährige Insasse unter dem Einfluss von Alkohol stand. Beide Kinder und die Eltern blieben unverletzt. Das Fahrzeug wurde stark beschädigt. Da zuerst von mehreren verletzten Personen ausgegangen werden musste, waren mehrere Rettungswagen und Notärzte vor Ort. Aufgrund der stark verschmutzten Unfallstelle und der beschädigten Beschilderung wurden zudem Feuerwehr und Straßenmeisterei verständigt. Gegen den 28-Jährigen und die 24-Jährige wurden Strafverfahren eingeleitet und weitere Ermittlungen folgen. Sollten Sie den Unfallhergang beobachtet haben und Angaben zum Fahrer des unfallverursachenden Fahrzeugs machen können, werden Sie gebeten, sich telefonisch unter Telefon 08341/9330 bei der Polizeiinspektion Kaufbeuren zu melden.

Uneinsichtige Gaffer
Noch während der Rettungsarbeiten musste sich die Polizei mit einem uneinsichtigen Gaffer beschäftigen. Der junge Mann war mit seinem Handy direkt an die Unfallfahrzeuge herangetreten und hatte Videoaufnahmen angefertigt. Auf die Aufforderung der Polizei, dies einzustellen reagierte der Mann uneinsichtig und pöbelte die Beamten an. Gleich vier Polizisten mussten sich um den renitenten Gaffer kümmern. Nur wenige Minuten später kam es zu einem weiteren Zwischenfall an einer Feuerwehrabsperrung. Dort wurden die Einsatzkräfte von Autofahrern und Passanten beleidigt als auch Schläge angedroht wurde, musste auch hier die Polizei eingreifen. Die aggressiven Pöbler waren zwischenzeitlich unerkannt entkommen.