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Mittwoch. 25. November 2020 / 48

Kaufbeuren | Nach Wildunfall hängt Fuchs über Stunden noch lebend in Frontstoßstange fest

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Am Samstagvormittag, 21.11.2020, wurde die Polizei Kaufbeuren von einer Passantin über einen in der Sudetenstraße geparkten PKW informiert. In dessen Frontstoßstange hänge, so die Dame, ein überfahrender Hund fest.

Vor Ort wurde schließlich festgestellt, daß es sich um einen großen Fuchsrüden handelte. Dieser war kopfüber in der gebrochenen Frontstoßstange des Fahrzeuges verkeilt. Nach derzeitigem Ermittlungsstand war das Tier erst unmittelbar vor der Mitteilung durch die Passantin verendet. Der verantwortliche Fahrer war nicht vor Ort. Schließlich konnte ermittelt werden, dass es sich um eine 26-jährige Frau aus einer südlichen Gemeinde von Marktoberdorf handelte, die in der Nähe arbeitet und bereits um kurz vor fünf Uhr morgens ihren Arbeitsbeginn hatte. Die Pkw-Lenkerin selbst konnte noch nicht zu dem Vorfall angehört werden. Aufgrund der Umstände muss derzeit jedoch davon ausgegangen werden, dass sie in den frühen Morgenstunden von Marktoberdorf nach Kaufbeuren fuhr. Dabei sprang ihr der Fuchs in die Frontstoßstange. Im Anschluss setzte sie ihre Fahrt einfach fort, ohne sich um das in der Frontstoßstange eingeklemmte Tier zu kümmern. Dann parkte sie wohl ihren Pkw in der Sudetenstraße, wo der Fuchs erst mehrere Stunden später verendete.

Die Polizei Kaufbeuren weist an dieser Stelle daraufhin, dass eine grundsätzliche Meldepflicht bei Wildunfällen zwar nur bei Schalenwild (z.B. Rehwild, Rotwild, Damwild) besteht. Wer jedoch einem Tier (egal welcher Art und Rasse) unnötig Leid zufügt kann sich u.U. nach dem Tierschutzgesetz strafbar machen.

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