Joko und Klaas: Klassisches Fernsehen hat eine Zukunft

Berlin – Die „Circus HalliGalli“-Moderatoren Joko & Klaas glauben an die Zukunft des klassischen Fernsehens. „Wir versuchen nicht, das Internet ins Fernsehen zu holen. Wir machen nach wie vor lineares Fernsehen und es funktioniert: Wer `Circus HalliGalli` erst dienstags im Web schaut, kann montags nicht live auf Facebook mitreden“, sagte Klaas Heufer-Umlauf im Interview mit dem „Handelsblatt“ (Freitagausgabe).

Die eigentliche Frage sei: „Wann ist das Fernsehen tot? Ich denke, es wird ein nahtloser Übergang. Meine Mutter weiß gar nicht, dass ihr Fernsehen aus dem Internet kommt“, sagte Heufer-Umlauf, der auch angab, dass Einschaltquoten den beiden „egal“ seien. Sein Moderatoren-Kollege Joko Winterscheidt erklärte: „Wir selbst können gerade noch nachvollziehen, wie diese Welten funktionieren, wir kennen ja noch Faxgeräte. Deshalb sitzt bei uns auch kein 45-jähriger Twitter-Beauftragter, der versucht, cool die Kids anzusprechen, sondern einer, der sich wirklich auskennt.“ Auf die Fragen nach ebenbürtigen Formaten im deutschen Fernsehen sagte Winterscheidt: „RTL Extra ist meine Inspirationsquelle.“ Im Hinblick auf Grenzen für ihre aufwändigen Produktionen sagte Winterscheidt, manchmal sei es wichtiger, „etwas Gutes senden zu können, als 50 Euro zu sparen. Spaß geht uns dann vor Wirtschaftlichkeit.“ Heufer-Umlauf fügte hinzu: „Wenn wir unbedingt einen Hubschrauber wollen, betteln wir richtig, in der eigenen Firma. Wie ein Kind, das seine Eltern anfleht, etwas zu kaufen – ohne auf dem Schirm zu haben, dass das die ganze Familie in den Ruin reißen würde.“

Über dts Nachrichtenagentur

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