6.9 C
Memmingen
Samstag. 31. Oktober 2020 / 44

Illerbeuren | Sölde Siegertshofen im Bauernhofmuseum wird Raub der Flammen – Funkenfeuer und Sturm

-

ANZEIGE
2020-02-29_Unterallgaeu_Illerbeuren_Funken_Bauernhofmuseum_Brand_Feuerwehr_IMG_6258
Foto: Pöppel

Foto: Schwäbisches Bauernhofmuseum

Hoher Sachschaden ist am Samstagabend, 29.02.2020, kurz nach 20.00 Uhr, bei einem Brand im Schwäbischen Bauernhofmuseum in Illerbeuren, Lkrs. Unterallgäu, entstanden. Die Sölde Siegertshofen wurde ein Raub der Flammen. Am Abend wurde oberhalb der Museumsfläche das alljährliche Funkenfeuer entzunden. Dazu kam starker Wind, der Flammen und Funken in Richtung der Sölde Siegertshofen trieb. Dieser Umstand dürfte wohl die Brandursache sein, genaueres wird aber derzeit vom Kriminaldauerdienst (KDD) der Kriminalpolizei Memmingen vor Ort ermittelt.

Ein Großaufgebot von Feuerwehren aus der Umgebung waren vor Ort. Löschwasser musste aus der Iller an die mehrere hundert Meter entfernte Brandstelle gepumpt werden. Die Einsatzkräfte konnten verhindern, dass der Gebäudebrand auf benachbarte historische Bauten übergreifen konnte. Bei dem Brand entstand hoher Sachschaden.

 

+++ UPDATE Polizeimeldung +++

Am Samstagabend gegen 20:15 Uhr wurde der Integrierten Leitstelle Donau/Iller über Notruf der Brand eines Hauses auf dem Areal des Bauernhofmuseums Illerbeuren mitgeteilt.

Kurz darauf wurde durch Einsatzkräfte festgestellt, dass der Dachstuhl eines mit Stroh eingedeckten Museumsbauernhofs in Vollbrand stand. Durch die alarmierten umliegenden Feuerwehren mit insgesamt 130 Einsatzkräften konnte der Brand schnell unter Kontrolle gebracht und schließlich gelöscht werden. Die durch den Kriminaldauerdienst Memmingen vor Ort durchgeführten Ermittlungen ergaben, dass der Brand des Strohdaches aller Wahrscheinlichkeit nach durch Funkenflug entstand. Zum Zeitpunkt des Brandausbruchs fand unweit des betroffenen Gebäudes ein traditionelles Funkenfeuer statt. Die weiteren Ermittlungen werden durch die Kriminalpolizei Memmingen geführt. Der vor Ort anwesende Museumsleiter bezifferte den entstandenen materiellen Schaden auf etwa 750.000 Euro.

 

Foto: Pöppel
Print Friendly, PDF & Email
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
Print Friendly, PDF & Email