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Donnerstag. 05. August 2021 / 31

IHK-Schwaben | Perspektiven für Beschäftigung und Karriere

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IHK-Aus- und Weiterbildung ist auch in der Corona-Krise ein Erfolgsmodell

Rund 250 Ausbildungsberufe und dazu mehr als 70 Abschlüsse der höheren Berufsbildung – Meister, Fachwirte und Betriebswirte – liegen in der Zuständigkeit der bayerischen IHKs. „Wir setzen uns dafür ein, dass Aus- und Weiterbildungsmodelle zielgruppengerecht weiterentwickelt und Inhalte sowie Methoden kontinuierlich an den Praxisbedarf in den Unternehmen angepasst werden“, beschreibt Reinhold Braun, stellvertretender Präsident der IHK Schwaben und Aufsichtsratsvorsitzender der IHK Akademie Schwaben, die Ziele der IHK in der aktuellen Corona-Krise.

„Die erworbenen Qualifikationen und Kompetenzen werden in der Wirtschaft dringend gebraucht. Wir werden in den Unternehmen digitaler und agiler. Gerade die Absolventen der beruflichen Bildung sind hier als Ideengeber gefordert“, berichtet Braun aus seiner unternehmerischen Praxis und aus den Ergebnissen der aktuellen IHK-Konjunkturumfrage. So zählen trotz Corona-Krise noch immer vier von zehn Unternehmen aus Produktion, Handel und Dienstleistungen den Fachkräftemangel zu den größten Risiken ihres wirtschaftlichen Erfolgs.

Attraktive Karriere- und Verdienstmöglichkeiten

Beruflich qualifizierte Praktiker haben jetzt und – demografisch bedingt – noch stärker in der Zukunft beste Perspektiven für Beschäftigung, Karriere und attraktive Einkommen. Mehrere Untersuchungen belegen, dass das Lebenseinkommen von beruflich qualifizierten Fachkräften in Verbindung mit fachlicher Weiterbildung jenes von Akademikern erreichen oder gar übertreffen kann. Der Geschäftsführer der IHK Akademie Schwaben, Manfred Lang, verweist auf eine aktuelle Studie des Instituts für Angewandte Wirtschaftsforschung (IAW), wonach der kumulierte Verdienst einer Fachkraft mit dualer Ausbildung und anschließender Weiterbildung am Ende des Erwerbslebens fast gleichauf mit dem von Hochschulabsolventen liegt. „Insbesondere in kostenintensiven Lebensphasen wie der Familiengründung oder dem Erwerb einer Immobilie verfügen beruflich Qualifizierte also bereits über ein gutes finanzielles Polster, während Akademiker nicht selten noch ihren Studienkredit abstottern müssen“, zitiert Manfred Lang aus der Studie.

Vergleichbarkeit von beruflicher und akademischer Ausbildung

Mit dem Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) verfügt das deutsche Bildungssystem über ein Instrument, das Transparenz, Vergleichbarkeit und berufliche Mobilität der Bildungsabschlüsse ermöglicht. Grundlage für die Einordnung der Qualifikationen bildet dabei die Orientierung an Lernergebnissen, d.h. an erworbenen Kompetenzen. Durch das DQR-System wird die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung offiziell herausgestellt. Es zeigt sich, dass die Abschlüsse Meister und Fachwirte auf der DQR-Stufe 6 und Betriebswirte auf der Stufe 7 in Bezug auf die erworbenen Kompetenzen vergleichbar sind mit Bachelor- und Masterabschlüssen der Hochschulen und Universitäten. Das wird auch durch die zukünftigen Zusatzbezeichnungen „Bachelor Professional“ für Meister und Fachwirte und „Master Professional“ für Betriebswirte sichtbar.

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