IG Bau | Reinigungskräfte sollen „unsaubere Arbeitsverträge“ melden: 680 Reinigungskräfte

Immer mehr Reinigungskräfte werden von ihren Chefs dazu gedrängt, schlechtere Arbeitsverträge zu unterschreiben – mit weniger Urlaubstagen und Lohn-Drückerei. Um das Ausmaß dieser Praxis vor Ort zu ermitteln, ruft die Gewerkschaft IG BAU die 680 Gebäudereinigerinnen und Glasreiniger aus Memmingen dazu auf, an einer bundesweiten Online-Umfrage teilzunehmen. Unter https://sauberkeit-braucht-zeit.de/umfrage/ können sie „unsaubere Arbeitsverträge“ melden.

Das Votum von Reinigungskräften ausMemmingenist gefragt: Die 680Gebäudereinigerinnen und Glasreiniger sollen bei einer bundesweiten Online-Umfrage mitmachen. „Ziel ist es, das Ausmaß von Lohndrückerei und Urlaubskürzung zu ermitteln. In der Branche gehtes nämlich gerade hoch her: Viele Reinigungskräfte werden regelrecht dazu gedrängt, geänderte Arbeitsverträge zu unterschreiben“, sagt Michael Jägervon der IG BAU Schwaben. Die Gebäudereiniger-Gewerkschaft hat die Umfrage gestartet, um „schwarze Schafe unter den Arbeitgebern gezielt zu orten“. Davon gebe es nämlich Tag für Tag mehr: Seit der Kündigung des Rahmentarifvertrages für das Gebäudereiniger-Handwerk durch die Arbeitgeber scheuten viele Unternehmen nicht davor zurück, ihren Beschäftigten die Arbeitsbedingungen neu zu diktieren. „Die Reinigungskräfte bekommen deutlich weniger Lohn – schon dadurch, dass ihnen die Zuschläge bei Überstunden oder für die Arbeit an Sonn- und Feiertagen teilweise komplett gestrichen werden. Und sie werden mit einem Minimum an Urlaubstagen abgespeist“, sagt derVorsitzendedes IG BAU-Bezirks Schwaben. Die Frage, die Michael Jägerdabei auf den Nägeln brennt: „Wie schlimm ist die Situation inMemmingen?“ Er appelliert daher an die Reinigungskräfte, beim Online-Check zur Arbeit in der Gebäudereinigung mitzumachen: https://www.sauberkeit-braucht-zeit.de/umfrage/.