Ichenhausen | Verstopfter Kamin bringt Bewohner in Lebensgefahr – Kohlenmonoxid (CO) in Reihenhaus

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Foto: Pöppel/Symbolbild

Am Sonntag, 11.08.2019, um 05:24 Uhr, wurde über die Integrierte Leitstelle Donau-Iller eine Rettungswagenbesatzung in ein in der Günzburger Straße befindliches Reihenhaus zu einem kollabierten Kind beordert. Bereits beim Betreten der Wohnung schlug der mitgeführte Kohlenmonoxid-Melder (CO-Warner) der Rettungskräfte an. Aufgrund dessen und der Tatsache, dass bereits vor dem Eintreffen der Besatzung eine weitere Person im Gebäude kollabiert war, mussten sämtliche Personen aus den Wohnräumen evakuiert werden. Da von einer erhöhten Kohlenmonoxidbelastung auszugehen war, wurden zusätzlich die freiwillige Feuerwehr Ichenhausen und die Polizeiinspektion Günzburg alarmiert.
Durch die freiwillige Feuerwehr Ichenhausen konnte im Keller des Gebäudes unter schwerem Atemschutz ein massiver Kohlenmonoxidanstieg gemessen werden. Nachdem der örtliche Kaminkehrer zur Einsatzörtlichkeit hinzugezogen werden konnte, ergab sich die Erkenntnis, dass es zu einer Verstopfung des Kamines gekommen war. Grund hierfür sei wohl Starkregen gewesen. Hierbei haben sich die Rußpartikel mit dem Wasser verbunden und es entstand ein Klumpen, was zu einer Verstopfung des Kamines führte.
Nachdem die Verstopfung gelöst werden konnte, konnten sämtliche Anwohner nach einer kurzen Wartezeit das Gebäude wieder betreten. Bei dem Vorfall wurden zwei Personen leicht verletzt. Diese wurden mit Verdacht auf leichte Kohlenmonoxidintoxikationen in umliegende Krankenhäuser verbracht.
Im Einsatz befanden sich insgesamt vier Fahrzeuge der freiwilligen Feuerwehr Ichenhausen, drei Rettungswagenbesatzungen, ein Notarzt, ein Einsatzleiter Rettungsdienst sowie mehrere Streifen der Polizeiinspektion und Autobahnpolizeistation Günzburg.