Hoffenheim-Mäzen Hopp mahnt weltweites Financial Fair Play im Fußball an

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Berlin – Dietmar Hopp, Milliardär, SAP-Mitgründer und Mäzen des Fußballvereins TSG 1899 Hoffenheim, spricht sich für ein weltweites Fair Play im Bereich der Fußballfinanzierung aus. In einem Interview mit der Digitalzeitung „Handelsblatt Live“ (Donnerstagausgabe) sagte er: „Ich bin ein Anhänger des Financial Fair Play. Das wird verhindern, dass künftig Summen investiert werden, die auch meine Vorstellungskraft sprengen. Da sind ja bereits die ersten Strafen ausgesprochen worden.“

Auf die Frage, ob Fußball nicht mittlerweile ohnehin eines der kapitalistischsten Spektakel der Sportwelt geworden sei, sagte Hopp: „Ich will nicht widersprechen. Die Fifa hat da über die Jahre auch einen großen Erfahrungsschatz angesammelt.“ Der Hoffenheim-Mäzen weiter: „Man kann mit Geld schon viel machen.“ Andererseits unterstützt der Walldorfer das Engagement des Red-Bull-Milliardärs Dietrich Mateschitz beim künftigen Zweitligisten RB Leipzig. „Ich würde es mit Wohlwollen sehen, wenn Herr Mateschitz sein Engagement in Leipzig fortführen könnte.“ Hopps Begründung: „Davon profitieren so viele Menschen in und um Leipzig, inklusive des Jugendsports.“ Zwar sehe er das Problem, dass Fußball von Mateschitz als Werbevehikel genutzt wird, „aber ich unterscheide bei den Engagements nicht nach den Beweggründen der Mäzene. Wir leben nun mal in einer Marktwirtschaft. Und dazu gehört auch Marketing.“ Hopps Fazit: „Man kann den Fußball nicht so lupenrein halten, wie es sich manche Kritiker wünschen würden.“ Nach eigenen Angaben hat der 74-Jährige mittlerweile rund 250 Millionen Euro in den Club seiner Jugend gesteckt. In zwei, drei Jahren soll sich Hoffenheim selbst tragen: „Ich hoffe, dass wir im Jahr 2016/2017 finanziell auf der grünen Wiese stehen werden“, sagte Hopp, der in dem Gespräch bekräftigte: „Ich habe immer gesagt, dass der Club unabhängig werden muss von mir.“

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