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Montag. 08. März 2021 / 10

Günzburg | Liebesbetrüger im Internet unterwegs – Frau wird um 3.500 Euro betrogen

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Über eine Online-Partnerbörse lernte eine Günzburgerin ihren vermeintlichen Traummann kennen. Mit diesem führte sie über mehrere Monate einen regen Chatverkehr, in welchem der Mann von seinem verstorbenem Vater und einer ausstehenden Erbschaft in sechsstelliger Höhe berichtete. Das Erbe bzw. das dazugehörige Konto wäre allerdings „eingefroren“.

Die Masche

Das Phänomen ist bei der Polizei als „Love Scamming“ oder „Romance Scamming“ bekannt und beschäftigte die Ermittler vor allem Mitte des letzten Jahrzehnts. Danach ebbte die Welle ab und wurde von neueren Phänomenen wie beispielsweise den „Falschen Polizeibeamten“ abgelöst.

Mittlerweile erlebt die Geschichte der falschen Liebschaften wieder eine Art „Come-Back“.

Der Hintergrund

Die Angesprochenen werden mit Liebesbekundungen und Aufmerksamkeit überhäuft. Es entsteht im Verlauf der Zeit eine emotionale Abhängigkeit beziehungsweise eine Beziehung zum Unbekannten – auf einmal kommt ein vermeintlicher Notfall oder eine finanzielle Notlage in das Leben der neuen Liebe. Helfen kann nur das Opfer – mit dem eigenen Geld.

Die Empfehlungen

Grundsätzlich sollte man Menschen, die man nie persönlich kennengelernt oder gesehen hat, kein Geld überweisen oder auf sonstige Forderungen eingehen. Gerade im Internet tummeln sich viele Betrüger, die an der Gutgläubigkeit ihrer Mitmenschen viel Geld verdienen wollen. Seien Sie also immer misstrauisch bei unglaublichen Angeboten.

Günzburgerin wurde um 3.500 Euro betrogen.

Bezüglich des angeblich „eingefrorenen“ Kontos wandte sich ein angeblich vom Lover eingeschalteter Notar an die Dame. Für das Abwickeln der Freischaltung der Erbschaft würden Kosten in Höhe von 3.500 Euro anfallen. Diesen Betrag nahm die verliebte Frau als Kredit auf und überwies das geforderte Geld. Als dann allerdings nicht der versprochene „neue Lebensgefährte“ zu ihr nach Deutschland kam, sondern vielmehr eine weitere hohe Forderung des angeblichen Notares bei der Frau einlief, wurde sie misstrauisch und zeigte den Fall bei der Polizei an.

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