Günzburg | Falsche Polizeibeamte betrügen Senior um sein Vermögen

Alleine über das Wochenende registrierten die Polizeidienststellen im Bereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West wieder 24 Anrufe von Betrügern mit der Zielrichtung, Bürgerinnen und Bürger um ihr Erspartes zu bringen. Dabei werden vor allem lebensältere Personen angesprochen.

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Am Freitag, 18.10.2019, gingen Anrufe im Bereich Lindau, Günzburg und Neu-Um ein. Dabei täuschten die „falschen Polizeibeamte“ vor, dass eine Einbrecherbande in der Nähe des Wohnortes des Angerufenen festgenommen wurde. Nun hätte man Aufzeichnungen gefunden, dass auch der Angerufene demnächst zum Opfer werden soll. Der Anrufer versucht nun, Hinweise zum Vermögen der Senioren zu erlangen, welches angeblich in Gefahr ist. Der nächste Schritt ist, dass die Angerufenen dazu gebracht werden, Geld, Schmuck oder Münzen an die falschen Polizeibeamten zu übergeben, damit es dort „sicher“ verwahrt werden kann, bis die vermeintliche Gefahr durch die Einbrecher in der näheren Umgebung gebannt ist.
Anrufe mit der gleichen Masche ereigneten sich dann auch am Samstag im Bereich Füssen, Sonthofen und wieder in Neu-Ulm, am Sonntag dann in Illertissen. Es kann jeder unter den Angerufenen sein, auch die Auswahl der Orte ist scheinbar beliebig.

Die Betrüger, die sehr sprachgewandt sind und äußerst professionell agieren, gehen dabei geschickt vor: Der gute Ruf der Polizei wird während der Telefonate missbraucht, zudem sorgen technische Veränderungen dafür, dass dem Angerufenen die Notrufnummer ‚110‘ oder die der örtlichen Polizei angezeigt wird. Dadurch wird die Glaubwürdigkeit des Anrufes noch einmal bestärkt.

Zu solch einem Fall kam es Anfang letzter Woche im Bereich der Stadt Günzburg: Dort übergab ein Senior bei insgesamt drei Geldübergaben insgesamt 83.000 Euro an falsche Polizeibeamte. Der Rentner hob mehrmals Geld bei seiner Bank ab und deponierte dieses im Umfeld seines Hauses. Das Bargeld nahmen dann die Täter in der Folge an sich, ohne dass der Mann die Täter zu Gesicht bekam.

In diesem Zusammenhang bittet die Kriminalpolizei Neu-Ulm um Hinweise zu verdächtigen Personen, Fahrzeuge etc., die in der vergangenen Woche am Montag den 14.10.2019 und Dienstag dem 15.10.2019 im Bereich des Markgrafenweg und Am Stadtgraben/Am Durchlaß auffielen. Vor allem in den späten Vormittags- und frühen Nachmittagsstunden hielten sich die Täter dort auf. Mitteilungen werden an die Kriminalpolizei Neu-Ulm unter der Telefonnummer 0731/8013-0 erbeten.