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Dienstag. 18. Mai 2021 / 20

Glücksspiellizenzen: Ein internationaler Vergleich

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Die Vergabe von Glücksspiellizenzen regeln Länder selbst. Dabei unterscheiden sich die Anforderungen und Bedingungen stark voneinander und machen es Anbietern schwer, die richtigen Wege zu gehen. Bei näherer Betrachtung lässt sich jedoch erkennen, dass die Beantragung einer Lizenz gar nicht so schwer ist. Es ist jedoch gut zu wissen, welche Vorteile die einzelnen Länder bieten.

Weltweit erfreuen sich Online Casinos großer Beliebtheit. Die Vielfalt der Spielmöglichkeiten und das unkomplizierte Teilnehmen an Pokerrunden per Livestream machen die digitalen Glücksspielvertreter bei Fans so beliebt. Allerdings ist das Eröffnen eines Online Casinos für Betreiber ein kompliziertes Verfahren. Besonders Länder, die kein einheitliches Gesetz zum Glücksspiel ausweisen, machen es Betreibern schwer, ihre Ideen umzusetzen. Deutschland zählt aktuell noch dazu. Seit mehreren Jahren wird über ein einheitliches Glücksspielgesetz und die Vergabe von Lizenzen diskutiert. Bisher war es nur für Bewohner aus Schleswig-Holstein möglich, an digitalen Glücksspielen teilzunehmen. Das Bundesland hatte für sich eine Sonderregelung aufgestellt.

Ab Juli 2021 soll sich dies nun ändern. Gesamtheitlich haben sich die Verantwortlichen auf eine neue Gesetzgebung geeinigt, die für klare Verhältnisse sorgen soll. Bisher war es Nutzern nur möglich auf andere Anbieter mit maltesischer Lizenz oder einer Gibraltar-Lizenz auszuweichen. Auf Webseiten wie z. B. CasinoOhneDeutscheLizenz.guru werden Optionen übersichtlich dargestellt, die für Nutzer als Alternative interessant sein könnten. Die Frage, warum es überhaupt unterschiedliche Lizenzen gibt, taucht dabei immer öfters auf.

Foto: pixabay.com

Regelung der Casinos als Schutzmaßnahme

Bei der Vergabe der Glücksspiellizenzen geht es in erster Linie darum, dass Nutzern und Spielern ein hohes Maß an Sicherheit und Schutz gegeben wird. Dies ist auch der Motor für die kommende Neuregelung in Deutschland, wie welt.de berichtet. Um Betrug zu vermeiden, vergeben einzelne Länder eine gewisse Anzahl an Lizenzen an Betreiber. Somit kann die Branche kontrolliert und reguliert werden. Wer keine Lizenz besitzt, darf kein Online Casino betreiben. Einige Länder verbieten dies sogar gänzlich.

Mit Auflagen verknüpft, können Betreiber jedoch Anträge auf Lizenzvergabe stellen. Oftmals unterscheiden sie die Verfahren in Lizenzsummen und technischen Details. Um eine Lizenz in Gibraltar zu erhalten, ist eine Zahlung von ca. 115.000 Euro erforderlich sowie das Abführen von 0,15 % des jährlichen Bruttospielertrages. Die technischen Sicherheitsvorkehrungen und Softwareeinsätze müssen zudem von unabhängigen Dritten in regelmäßigen Abständen geprüft werden. Eine Glücksspiellizenz auf Malta kostet dagegen jährlich 25.000 Euro zusätzlich einer einmaligen Beantragungsgebühr von 5.000 Euro. Technische Vorgaben des Spielerschutzes, die Teil der Auflagen sind, müssen in die Systeme implementiert werden.

Werbung nur bedingt möglich

Ob Isle of Man, Malta, Gibraltar oder Curaçao: Jeder Lizenzgeber sieht das Glücksspiel auf seine eigene Weise. Zwar ähneln sich die Vergaberichtlinien in ihrer Basis, doch wiederum haben die Länder eine eigene Vorstellung davon, ob Glücksspiel auch beworben werden darf. Die Isle of Man legt einen strengen Vorgabenkatalog vor, der kaum Werbung für Online Casinos zulässt. Curaçao zeigt sich dagegen sehr offen und stellt Antragsstellern kaum Hürden in den Weg. Die Bewerbung des Angebotes ist problemlos möglich.

Wie sich der neue Glücksspielstaatsvertrag in Deutschland gestalten könnte, wird der kommende Sommer zeigen. Erste Eckpunkte zeigt tagesschau.de auf. Die Hoffnung, dass auch hierzulande die Vergabe von Lizenzen und Regelungen einheitlich umgesetzt wird und der bisherige Sonderweg gestoppt wird, wächst.

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