Forex Trading für Anfänger: So geht’s

Wer seinen Urlaub außerhalb der Europäischen Währungsunion verbringt, wird automatisch zum Devisenhändler. Denn schlussendlich muss man seinen Euro dann gegen die jeweilige Landeswährung tauschen. Bleibt Geld übrig, so wird es dann zurückgetauscht – und kann dann abhängig vom Wechselkurs einen Gewinn oder Verlust einfahren.

Genau jene Wechselkursschwankungen sind es, die Forex Trader für sich nutzen möchten. Denn wer hier geschickt investiert und die Entwicklung bestimmter Währungspaare richtig einschätzt, der kann am Ende durchaus attraktive Gewinne verbuchen. Jedoch sind auch Verluste möglich. Man muss also, wenn man in Devisen investiert, vorsichtig agieren und mit risikoreduzierenden Instrumenten arbeiten.

Mit Schwankungen Geld verdienen

Der Forex Markt, der auch immer wieder als Devisen- oder Währungsmarkt bezeichnet wird, zieht seit geraumer Zeit immer mehr Anfänger an. Denn der Handel mit den Devisen ist ausgesprochen einfach zu verstehen; zudem kann mit diversen Instrumenten das Risiko dahingehend reduziert werden, sodass man etwa mit dem Setzen von Stop Loss schon im Vorfeld einstellt, wie hoch das maximale Risiko sein darf. Ein Totalverlust ist somit nicht mehr möglich. Die Besonderheit des Devisenmarktes? Hier handelt es sich um keinen Präsenzmarkt, da die Marktteilnehmer über Broker wie Banken miteinander handeln.

Wird mit Währungen gehandelt, so gehören Schwankungen einfach dazu. Sie sind es nämlich, die am Ende dafür verantwortlich sind, ob der Forex Trader einen Gewinn oder Verlust verbuchen muss. Denn die Trader spekulieren etwa darauf, wie sich der Wert einer Währung gegenüber einer anderen Währung verändert – also ob der Kurs steigt oder fällt. Die Differenz der beiden Devisen, natürlich in Abhängigkeit der Währungskurse, abzüglich der steuerlichen Abzüge und Zahlungen an den Broker, macht am Ende die Rendite – also den Nettogewinn – aus.

Zu beachten ist, dass sich die Schwankungen oft nur im Bereich der vierten Nachkommastelle abspielen. Aus diesem Grund handelt man auch mit Hebel. Das heißt, im Zuge des Forex Tradings wird eine Sicherheitsleistung (sogenannte Margin) hinterlegt; der Broker stellt dann zusätzliches Kapital bereit. So kann mit einer geringen Summe ein höherer Betrag bewegt werden, sodass auch kleinste Wertschwankungen hohe Auswirkungen auf das eingesetzte Kapital haben. Jedoch ist hier Vorsicht geboten: Wer mit gehebelten Produkten arbeitet, kann zwar attraktive Gewinne erzielen, jedoch sind auch hohe Verluste möglich – man sollte also, vor allem als Anfänger, nie zu viel Geld aufs Spiel setzen und kein allzu großes Risiko eingehen.

Die Konstellationen US Dollar und Euro (USD/EUR), US Dollar und Britische Pfund (USD/GBP), US Dollar und Japanische Yen (USD/JPY) wie auch US Dollar und Schweizer Franken (USD/CHF) gehören zu den mit Abstand am häufigsten gehandelten Währungspaaren.

 

Die Vor- und Nachteile im Überblick

Der Handel mit den Devisen bietet natürlich einige Vorteile. So kann man in einem Marktumfeld, das eigentlich von fallenden Kursen beherrscht wird, attraktive Gewinne erzielen. Mit dem Hebel kann man zudem auch mit geringem Kapitaleinsatz extrem hohe Beträge bewegen und somit auch ausgesprochen attraktive Gewinne erzielen. Da das Prinzip des Devisenhandels zudem auch relativ einfach zu verstehen ist, kann er – sofern entsprechende risikoreduzierende Instrumente genutzt werden – auch Anfängern nahegelegt werden. Zu Beginn mag es zwar herausfordernd sein, die richtigen Forex Signale zu erkennen, jedoch wird man, und das wohl relativ schnell, bald in Erfahrung bringen können, auf welche Ereignisse der Markt dann tatsächlich reagiert.

Natürlich gibt es aber nicht nur Vorteile. Da hier mit Hebel gehandelt wird, ist das Risiko eines hohen Verlusts, mitunter sogar die Gefahr des Totalverlusts, ausgesprochen hoch. Vor allem dann, wenn man nicht mit Stop Loss oder Take Profit arbeitet. Denn es können immer wieder Ereignisse stattfinden, die für eine radikale Trendumkehr sorgen.

Zudem muss man vorsichtig sein, wenn man auf der Suche nach einem entsprechenden Online Broker ist, der einen Zugang zum Forex Markt anbietet. Bevor man sich für einen Anbieter entscheidet, sollte man im Vorfeld einen Vergleich durchführen und sich nicht nur mit den angebotenen Leistungen befassen, sondern auch einen Blick auf die Gebühren werfen. Denn je höher die Gebühren sind, umso geringer fallen am Ende natürlich die Gewinne aus.