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Dienstag. 29. September 2020 / 40

Fassadenpreis der Stadt Memmingen verliehen

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Über den Fassadenpreis 2020 durften sich dieses Jahr zwei Bauherren freuen. Oberbürgermeister Manfred Schilder zeichnete Werner Regensburger für die mustergültige Sanierung des Gebäudes Kempter Straße 3 und die Rinderbesamungs-Genossenschaft Memmingen eG für den vorbildlich gelungenen Neubau Karatas-Straße 3a aus.

Das Wohnhaus aus dem 17. Jahrhundert in der Kempter Straße 3 wurde mustergültig saniert und wertet den nördlichen Bereich der Kempter Straße deutlich auf. – Foto: Stadt Memmingen

Den mit jeweils 2.500 Euro dotierten Fassadenpreis der Stadt Memmingen überreichte Oberbürgermeister Manfred Schilder in der Stadthalle Memmingen. Werner Regensburger, der sowohl Bauherr als auch Planer und Architekt des Gebäudes Kempter Straße 3 war, nahm die Urkunde und den Scheck freudig entgegen. „Der dreigeschossige traufständige Satteldachbau mit Krangaube aus dem 17. Jahrhundert war stark sanierungsbedürftig. Besonders zu werten ist, dass die Krangaube mit dem charakteristischen Aufzugsbalken wiederhergestellt wurde. Historische Elemente dieser Art sind heute weitgehend aus dem Stadtbild verschwunden“, lobte Schilder. Heimatpfleger Günther Bayer hob zudem den hohen Sanierungsaufwand hervor, der weit über eine „Fassadenkosmetik“ hinausging. Dabei bezog er sich nicht nur auf den Neuputz und die gelungene Farbgestaltung, sondern auch auf die zahlreichen Sprossenfenster, die in Holz gefertigt wurden und im Gegensatz zu den Altfenstern, die fast bündig im Mauerwerk lagen, wieder die für Memmingen typischen Laibungen bekamen. „Insgesamt handelt es sich um eine mustergültige Sanierung des Wohnhauses, dass den nördlichen Bereich der Kempter Straße deutlich aufwertet und den Fassadenpreis der Stadt Memmingen redlich verdient“, schloss das Stadtoberhaupt.

Der Neubau der Hauptverwaltung der Rinderbesamungs-Genossenschaft Memmingen eG in der Karatas-Straße 3a präsentiert sich modern und eindrucksvoll durch seine grau gestrichene Lärchenfassade und die Fassadenbänder. – Foto: Stadt Memmingen

Als zweites Gebäude wurde der Neubau der Hauptverwaltung der Rinderbesamungs-Genossenschaft Memmingen eG in der Karatas-Straße 3a ausgezeichnet. Den Preis nahmen der Vorstandsvorsitzende Anton Merk und der stellvertretende Vorsitzende Gerhard Kern gemeinsam mit den beauftragten Planern Alfred Vogel und Thomas Geiger, den Geschäftsführern des Architektenstudios IGS Allgäu entgegen. Der dreigeschossige Riegelbau mit einer Grundfläche von ca. 44 x 15 Metern präsentiert sich sowohl zur Karatas- als auch zur Europastraße sehr selbstbewusst. Der Bau ist mit einer grau gestrichenen Lärchenfassade und Fassadenbändern versehen. „Der Neubau beweist, dass auch im Gewerbeumfeld äußerst hochwertige und eindrucksvoll Architektur entstehen kann. Er wird hoffentlich beispielgebend auf zukünftige Bauplanungen im Gewerbegebiet Amendingen ausstrahlen und ist daher ebenfalls ein würdiger Preisträger“, bemerkte Schilder am Ende seiner Laudatio.

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