EZB beschließt Minuszinsen

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Frankfurt/Main – Die Europäische Zentralbank (EZB) hat am Donnerstag beschlossen, den Einlagenzins auf minus 0,1 Prozent abzusenken. Damit müssen Geschäftsbanken erstmals Strafzinsen bezahlen, wenn sie kurzfristig nicht benötigtes Geld bei der EZB parken. Mit dem Schritt sollen Unternehmen insbesondere in Südeuropa wieder mehr Kredite bekommen.

Der Leitzins der Zentralbank wurde auf das Rekordtief von 0,15 Prozent gesenkt, wie die Währungshüter nach der Sitzung des EZB-Rats mitteilten. Den Zinssatz für die sogenannte Spitzenrefinanzierungsfazilität, zu dem sich Geschäftsbanken im Euroraum kurzfristig Geld bei der EZB beschaffen können, senkte die Zentralbank auf 0,4 Prozent. Die Währungshüter hatten den Leitzins zuletzt Anfang November des vergangenen Jahres auf 0,25 Prozent gesenkt.

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