Eishockey – Indians, denkbar knappe Niederlage im ersten Duell mit Lindau

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Foto: Fuchs

In der Bayerischen Eishockey-Liga BEL hat der ECDC Memmingen das erste von zwei Wochenend-Derbys gegen den EV Lindau denkbar knapp mit 0:1 verloren. 1.555 Zuschauer waren am Freitag, 06.02.2015, am Memminger Hühnerberg sahen ein Duell zweier gut verteidigender Mannschaften, in dem den Gästen bereits im ersten Drittel der einzige Treffer durch Cech gelang. Gelegenheit zur Revanche haben die Indians bereits am Sonntag, wenn um 17.30 Uhr das Rückspiel am Bodensee stattfindet.

Defensiv gut stehen, die Fehler minimieren – so lautete die Vorgabe an das GEFRO-Indians-Team vor dem ersten Derby gegen die Islanders am wiederum gut besuchten Hühnerberg. Allerdings mussten die Rot-Weißen dabei auf Verteidiger Martin Hoffmann verzichten, der eine schwere Grippe erwischt hatte. Dennoch begannen die Memminger wie so oft gut und druckvoll – ohne in die gefährlichen Konter der Gäste zu laufen. Alex Krafczyk hatte schon nach wenigen Sekunden die erste Chance, scheiterte aber an Lindaus Keeper Mayer. Die erste Viertelstunde der Partie gehörte den Indians, wie auch EVL-Trainer Sebastian Buchwieser eingestand: „Da war ich nicht zufrieden, wir hätten auch mit einem 3:0 für Memmingen in die erste Pause gehen können.“ Dazu hätten die Indianer den Puck aber am überragenden Lindauer Torhüter vorbeibringen müssen, doch erst scheiterte Anton Pertl, kurz darauf Benjamin Arnold am Gästekeeper. Wie man eiskalt einnetzt, zeigte nach 17 Minuten Lindaus Tospcorer Zdenek Cech, der blitzschnell abzog und den Puck im Gehäuse des chancenlosen Martin Niemz unterbrachte. Das 0:1 – und, was zu diesem Zeitpunkt noch keiner wusste, schon der einzige Treffer des Abends. Eine Minute vor Ende des ersten Drittels hatten die Indians noch die Riesenchance auf den Ausgleich, doch Kontingentspieler Jordan Baker schoss, aus vergleichbarer Position wie zuvor Cech, den Puck über das Tor.

Das zweite Drittel begann mit einer Großchance für den EVL, die der ebenfalls überzeugende Martin Niemz stark parierte. In der Folge ließen die Möglichkeiten für beide Teams etwas nach, was auch an der sehr guten Defensivarbeit beidseitig lag. Besonders die abgeklärte Gästeabwehr ließ kaum große Chancen für die Indians zu – und wenn, dann war Beppi Mayer gewohnt zuverlässig zur Stelle. Nach 36 Minuten war der Puck dann dennoch drin und der Hühnerberg jubelte – Milan Vanek hatte zum vermeintlichen Ausgleich abgestaubt. Doch Hauptschiedsrichter Siegfried Gut hatte leider zuvor den Überblick verloren und hörbar vor dem Treffer bereits abgepfiffen – so bleib es beim 0:1 zur zweiten Drittelpause.

Die Partie blieb offen, doch im letzten Drittel erarbeiteten sich die Gäste ein optisches Übergewicht, so wie die Indians in den ersten 20 Minuten. Der ECDC sichtbar bemüht, aber mit zu wenigen zwingenden Aktionen, die das Lindauer Tor ernsthaft in Gefahr hätten bringen können. Richtig spannend sollten dann noch einmal die letzten fünf Minuten werden. Zuerst verpasste EVL-Stürmer Feilmeier freistehend die Vorentscheidung, dann setzte Indians-Coach Halusa zweieinhalb Minuten vor dem Ende alles auf eine Karte und nahm Goalie Niemz zu Gunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis. Lindau verfehlte das leere Tor, zog sogar nochmals eine Strafe – doch es half alles nichts: Die Indians brachten an diesem Abend den Puck nicht im Tor unter. Was blieb, war die Erkenntnis, gut verteidigt zu haben – was aber auch nur bedingt nützt, wenn man vorne nicht trifft. Gelegenheit, es besser zu machen, haben die Indianer dann aber bereits am Sonntag, wenn sich beide Mannschaften ab 17.30 Uhr in Lindau erneut gegenüberstehen werden. Unterstützt von mehreren Hundert rot-weißen Anhängern wollen die Indians dann nicht nur nah dran am Derbysieg sein, sondern sich endlich die wichtigen Punkte sichern.

ECDC Memmingen : EV Lindau 0:1 (0:1/0:0/0:0)

Tore: 0:1 (17.) Cech (Sekula/Feilmeier)

Strafen: ECDC 8 – Lindau 4

Schiedsricher: Gut / Zuschauer: 1.555

ECDC Memmingen: Niemz (Reichelmeir) – Stotz, Tenschert, Schirrmacher, Feldmeier, Jainz (C), Piotrowski – Pertl, Aschenbrenner, Baker, Scheitle, Arnold, Pfalzer, Rott, Miettinen, D. Zimmermann, Krafczyk, Kozlovsky, Vanek.

EV Lindau: Mayer (Kirst) – Haug, Leiprecht, Olesko, Prell, Seifert, Sekula, Fuchs (C) – Paul, Cech, Katjuschenko, Feilmeier, Grützmann, Pfeiffer, Sekera, Mikesz, Krohnforth, Mahren, Mlynek.