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Samstag. 17. April 2021 / 15

Einführung der neuen Raduniformen im Polizeipräsidium Schwaben Süd/West

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Immer mehr Rad- und Pedelecfahrer bewegen sich auf den Straßen. Daraus ergibt sich auch ein polizeilicher Schwerpunkt in der Verkehrssicherheitsarbeit. Dem trägt die Polizei nun unter anderem mit Beamtinnen und Beamten in neuen, funktionalen und gut erkennbaren Raduniformen Rechnung.


Einhergehend mit einer Steigerung des Anteils an nichtmotorisierten Zweiradfahrerinnen und -fahrern geht allerdings auch die Anzahl der Verletzten nach oben. Das Polizeipräsidium vermeldete vor wenigen Wochen einen Anstieg der Unfallzahlen von Rad- und Pedelecfahrern um 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Anzahl der Schwerverletzten unter den Radfahrern stieg dabei um 31 Prozent, die der schwerverletzten Pedelecfahrer sogar um 42 Prozent im Gegensatz zu 2019.

Das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West stellt sich diesen Entwicklungen. Neben dem wichtigen Standbein der Präventionsarbeit sind Kontrollen des Zweiradverkehrs elementar, um dem bedenklichen Trend der gestiegenen Unfallzahlen entgegenzuwirken.
Damit diese Kontrollen auf Augenhöhe stattfinden, bieten sich Fahrradstreifen als Einsatzmittel geradezu an. Erfahrungen aus anderen Bereichen zeigen, dass solche Kontrollen eine höhere Akzeptanz und damit einen nachhaltigeren Effekt erzielen.

Nachdem im Juli letzten Jahres die neue Fahrraduniform für die Bayerische Polizei offiziell vorgestellt wurde, fährt nun die Polizeiinspektion Kaufbeuren stellvertretend für das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West erstmals mit der neuen Bekleidung Streife. Die funktionelle Bekleidung, die an das Uniformkonzept der Bayerischen Polizei angeglichen ist und der neuen Motorraduniform ähnelt, besteht aus Radhosen und -trikots, einem Fahrradhelm, Unterbekleidung und einer Softshelljacke.

Neben den neuen Raduniformen können die Dienststellen ihre Beamtinnen und Beamten auch mit modernen Fahrrädern oder Pedelecs ausstatten. Diese eignen sich insbesondere in ländlichen Gegenden sowie beim Zurücklegen längerer oder hügeliger Strecken als ideales Einsatzmittel.

So werden in den nächsten Monaten vermehrt Radstreifen in den Städten und an den Radverkehrswegen des Präsidiums unterwegs sein. Neben der Überprüfung des nichtmotorisierten Verkehrs spielt dabei auch das Verhalten der motorisierten Verkehrsteilnehmer eine Rolle. Die Beamtinnen und Beamten stellen als Zweiradfahrer behinderndes oder verkehrswidriges Verhalten fest, beispielsweise Parken auf Radwegen, und können dieses den Verkehrsteilnehmern aus einer authentischen Sicht vermitteln und gegebenenfalls direkt vor Ort ahnden.

Die Beamtinnen und Beamten gehen freiwillig auf Streife mit einem Zweirad. Sie sind selbst begeisterte Radfahrerinnen und Radfahrer, die die Belange sowohl der motorisierten als auch der nichtmotorisierten Verkehrsteilnehmer kennen. Auch das ermöglicht eine effektive Verkehrssicherheitsarbeit.

Zur Ausstattung der Beamtinnen und Beamten mit den neuen Raduniformen äußert sich Polizeivizepräsident Guido Limmer, selbst passionierter Radfahrer: „Es ist wichtig, dass die Fahrradstreifen im Straßenverkehr deutlich wahrnehmbar sind. Noch wichtiger ist aber der Schutz der Beamtinnen und Beamten durch Helm und Handschuhe. So können wir den Bürgerinnen und Bürgern auch auf dem Fahrrad als Vorbild und „auf Augenhöhe“ begegnen.“

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