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Montag. 18. Januar 2021 / 03

Ein Handy unter dem Christbaum: Was sollten Eltern beachten?

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Kreisjugendamt gibt Tipps – Das Handy ist aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Das gilt auch und vor allem für die jüngere Generation. Und so steht bei dem ein oder anderen Kind ein Smartphone auf dem Wunschzettel für Weihnachten ganz oben. Doch ist das Kind reif dafür? Und wie schützen Eltern ihr Kind vor Gefahren – Kettenbriefe, verstörende Inhalte oder Cybermobbing? Lisa Hofmann vom Kreisjugendamt sagt: „Ein Smartphone mit Internetzugang sollte ein Kind frühestens im Alter von zehn Jahren bekommen – allerdings ist das ein Richtwert. Jedes Kind entwickelt sich anders.“

Zum Schutz gibt es verschiedene technische Möglichkeiten:

  • Am Smartphone können Einstellungen vorgenommen werden, um hohe Kosten zu vermeiden, etwa um In-App-Käufe und Abos zu verhindern oder um automatische Downloads und daraus resultierende hohe Kosten für mobile Daten zu vermeiden. Im Play-Store können zudem Jugendschutzeinstellungen festgelegt werden.
  • Installieren Sie zusammen mit Ihrem Kind eine Bildschirmsperre, um das Handy vor dem Zugriff von Fremden zu schützen.
  • Beim Mobilanbieter lässt sich eine Drittanbieter-Sperre einrichten, um teure Premium-Dienstleistungen zu verhindern.
  • Zudem gibt es Programme und Apps, um das Handy kindersicher zu machen.

Lisa Hofmann gibt zu bedenken: „100-prozentige Sicherheit bietet all das nicht. Am besten schützt eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Eltern und Kind.“ Heimlich das Smartphone des Kindes zu kontrollieren, sei kontraproduktiv. Besser sei es, mit dem Kind über Vorlieben zu sprechen. Welche Apps wünscht sich das Kind und warum? Welche Dienste nutzt es? Außerdem sollten Eltern mit ihren Kindern besprechen, welche Inhalte sie online stellen. Wichtig sei auch der Hinweis, dass man sich strafbar machen kann, wenn man bestimmte Inhalte teilt oder verbreitet.

Zudem rät Hofmann, Regeln aufzustellen – zum Beispiel kein Handy am Esstisch oder zeitliche Beschränkungen – und selbst ein gutes Vorbild zu sein.

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