Drachensteigen ohne Risiko – was in der Nähe von Stromleitungen zu beachten ist

Symbolbild

Mit dem stürmischen Herbstwetter beginnt auch die Saison der Drachen. Doch die bunten Flieger können bei starken Böen schnell außer Kontrolle geraten und sich in Bäumen oder sogar Stromleitungen verfangen. Damit das Vergnügen nicht zur Gefahr wird, rät LEW Verteilnetz, der regionale Netzbetreiber, folgende Regeln zu beachten:

  1. Abstand halten: LEW Verteilnetz empfiehlt, Drachen nur dort steigen zu lassen, wo keine Stromleitungen in der Nähe sind. Der Abstand zu Freileitungen oder auch Umspannwerken sollte mindestens 600 Meter betragen. Das gilt auch für Oberleitungen von Eisen- und Straßenbahnen.
  2. Auf das Wetter achten: Bei zu starkem oder böigem Wind sollte der Drache besser am Boden bleiben. Sonst besteht die Gefahr, dass der Pilot ihn nicht mehr bändigen kann. Auch wenn sich ein Gewitter ankündigt, sollte man auf das Drachensteigen verzichten. Bei Blitzeinschlägen kann der Drache in manchen Fällen wie ein Blitzableiter wirken und somit lebensgefährlich sein.
  3. Drachen nie selbst aus der Leitung befreien: Hat sich der Drache trotz aller Vorsicht in einer Stromleitung verfangen, sollte man so schnell wie möglich die Schnur loslassen, Abstand halten und auf keinen Fall versuchen, den Drachen selbst aus der Leitung zu befreien. Hier besteht sonst die Gefahr von lebensgefährlichen Stromschlägen oder Verbrennungen. Falls man nicht alleine auf dem Feld ist, empfiehlt es sich auch, andere zu warnen.
  4. Netzbetreiber kontaktieren: Fachmännische Hilfe holt man am besten bei der Störungsstelle des jeweiligen Netzbetreibers. In weiten Teilen Bayerisch-Schwabens ist das LEW Verteilnetz, telefonisch unter 0800 539 638 0 zu erreichen. Sollte man die jeweilige Nummer nicht parat haben, kann auch der allgemeine Notruf getätigt werden.