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Samstag. 25. September 2021 / 38

Die Regulierung der Kryptowährung in China – Was können Anleger erwarten?

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Anleger hatten im Jahr 2021 einige Schreckensmeldungen zu verkraften. Der Hintergrund ist, dass ein großer Teil des Minings in der Volksrepublik China stattfindet. Die recht eigenständige Aktivität der Miner war, und ist der Regierung in Peking aus unterschiedlichen Gründen ein Dorn im Auge. Das hat teilweise einen ideologischen, aber auch ganz handfeste und praktische Hintergründe. Fakt ist, dass auch in der Zukunft das Mining in China problematisch sein wird. Denn letztendlich kann sich die politische Situation für das Mining dort täglich ändern. Je nachdem, welche Ziele die politische Führung umsetzen müssen.

Ein gewichtiger Grund ist die Ideologie: Mining widerspricht den Zielen der Partei!

Das Mining ist ein aufwändiger Prozess, der hauptsächlich vollautomatisiert stattfindet. Grob gesagt, wird beim Mining sehr viel Geld aus möglichst wenig Arbeit generiert. Das entspricht so ganz und gar nicht den Zielen der kommunistischen Partei in China. Diese möchte Gleichheit, und vor allem Arbeit für alle. Das können große Miner nicht bieten. Hier arbeiten vergleichsweise wenig Menschen am Projekt. Aber diese generieren bei steigenden Preisen für einen Bitcoin einen Ertrag, der in keinem Verhältnis zum Arbeitsaufwand steht. Ein weiterer ideologischer Grund ist der große Reichtum der Miner. Im Gegensatz zu kapitalistischen Staaten kämpft die chinesische Regierung sehr energisch gegen die Oligarchie, und gegen eine zu große Anhäufung von Kapital in den Händen einzelner Personen. Wer in China sehr viel Geld hat, oder sehr viel Macht, muss damit rechnen irgendwann Ärger mit der Partei zu bekommen. Das sind nicht gerade die besten Voraussetzungen, um ein eigenes Mining-Unternehmen zu gründen. Zwar versuchen die Inhaber der Mining-Farmen mit der Hilfe großzügiger Spenden an die Öffentlichkeit den guten Willen zu demonstrieren. Ob das allerdings ausreicht, um den Unwillen der chinesischen Regierung gegenüber dem Bitcoin und anderen Währungen zu zerstreuen, bleibt fraglich.

Internationaler Druck spielt ebenfalls eine Rolle

Das Mining von Bitcoins ist den Staaten der Welt ein Dorn im Auge. Mit Misstrauen wird die eigenständige Währung betrachtet. Auch nicht ohne Grund, denn sollte es zu einem Crash kommen würden sehr viele reale Werte komplett vernichtet werden. Die chinesische Regierung steht in ihrem Misstrauen den westlichen Regierungen um nichts nach. Teilweise ist sie sogar deutlich misstrauischer und hat große Sorgen um die hohe Konzentration auf chinesischem Staatsgebiet. Denn alles, was bei Bitcoin schiefgehen kann, wird aktuell einen direkten Rückschluss auf das kommunistische Regime ermöglichen. Die Partei möchte in der Öffentlichkeit aber immer gut herüberkommen. Da ist ein Bitcoin-Crash natürlich ein Risiko, welches es auszuschalten gilt.Viele Experten, die den Crypto-Markt und die Lage in China analysiert haben, dürfte es derzeit tatsächlich sehr schwer sein, eine neue Mining-Farm zu eröffnen. Denn die chinesische Regierung hat erkannt, dass im Worst-Case-Szenario die internationalen Reaktionen sehr negativ ausfallen dürften und der Regierung ein großer Teil der Mitschuld gegeben werden würde. Das soll um jeden Preis vermieden werden, und demzufolge spielt der Willen einiger westlicher Anleger und der chinesischen Miner nur eine untergeordnete Rolle.

Fazit: Der Hauptteil der Mining-Aktivität wird sich verlagern

Noch zögert die chinesische Regierung mit einem vollständigen Verbot des Minings. Aber Experten vermuten, dass entsprechende Pläne schon längst vorhanden sind und nur auf eine Umsetzung warten. Schon jetzt dürfen neue Miner entweder gar nicht oder aber nur unter sehr strengen Auflagen mit ihrer Tätigkeit beginnen. Für die Märkte hat das erst einmal einen positiven Effekt, denn es entsteht eine Verknappung des Angebots. Sollte aber auch der Handel eingeschränkt werden, so könnte es zu starken Verwerfungen auf den Märkten kommen. Auch in China gibt es viele Kleinanleger, die auf den Bitcoin und andere virtuelle Währungen setzen. Sollten diese keinen Marktzugang mehr haben, dürfte der Bitcoin-Kurs erst einmal sinken. Was des einen Leid ist, kann des anderen Freude sein. Schon jetzt entstehen im Westen, und in anderen Ländern neue Mining-Farmen. Aber auch hier gibt es große Probleme. Die Farmen stehen in der Kritik. Sie sind umweltschädlich, verbrauchen zu viel Strom und insgesamt sei das Anlageprodukt nicht ausreichend abgesichert. Wer sich aber nicht für Mining, sondern für Trading und Investieren interessiert, sollte sich sicher sein, dass seine Investitionen sich auch lohnen. Als große Hilfe kann man dabei solche Plattformen wie Bitcoin Loophole nennen, auf der man die Werte von Bitcoin und anderen Währungen und Trades basierend auf Marktveränderungen ständig überwachen kann.
China hat mit seinem politischen Kurswechsel die Anleger verschreckt, aber auch ganz klar die Grenzen der virtuellen Währung aufgezeigt. Der Bitcoin ist derzeit noch stark abhängig von einem stabilen politischen Umfeld und wird sich in naher Zukunft verändern müssen, um wirklich langfristig und nachhaltig erfolgreich sein zu können.

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