Designierte DGB-Chefin befürchtet Stellenabbau in Hessen und Thüringen

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Wiesbaden/Erfurt – Die designierte DGB-Vorsitzende in Hessen und Thüringen, Gabriele Kailing, hat vor Stellenabbau in den beiden Bundesländern gewarnt. Im Interview der „Frankfurter Rundschau“ (Donnerstagsausgabe) sagte Kailing: „Es kann nicht sein, dass eine Landesregierung einen Stellenabbau beschließt ausschließlich mit der Begründung, dass sie einsparen muss. Es kann nicht rein um die Kosten gehen, ohne zu sagen, wie dann die Arbeit weiterhin gewährleistet werden soll oder wo sie Stellen abbauen will. Da wird eine Zahl genannt, die wahrscheinlich rein betriebswirtschaftlich gerechnet ist, und über alles andere werden sowohl die betroffenen Arbeiternehmerinnen und Arbeitnehmer und Beamten als auch die Bürger im Unklaren gelassen.“

Als Eigenschaften, die sie für das neue Amt qualifizieren, nannte Kailing in dem Interview „Beharrlichkeit, Verhandlungsgeschick, Geradlinigkeit und einen langen Atem“. Der Bezirksvorstand des DGB Hessen-Thüringen hatte die 50-jährige Kailing am Mittwoch als Nachfolgerin von Stefan Körzell an der Spitze des DGB-Bezirks nominiert. Ihre Wahl ist für eine außerordentliche Bezirkskonferenz des DGB am 19. Juli vorgesehen. Körzell war im Mai als Vizevorsitzender in den Bundesvorstand des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) gewählt worden.

Über dts Nachrichtenagentur

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