De Maizière lehnt steuerliche Anreize für besseren Einbruchschutz ab

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Berlin – Trotz steigender Einbruchszahlen in Deutschland lehnt Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) steuerliche Anreize zur Verbesserung des Einbruchschutzes von Privatwohnungen und Privathäusern ab. „Maßnahmen zum Einbruchschutz sind teilweise bereits heute förderfähig“, sagte de Maizière in einem Interview mit der „Bild-Zeitung“ (Mittwoch). „Zusätzliche steuerliche Anreize planen wir derzeit nicht.“

Auch einer Abwrackprämie für Türen und Fenster, wie einzelne Innenminister der Länder sie in der Vergangenheit bereits gefordert haben, erteilte der Bundesinnenminister eine Absage. „Bei Abwrackprämien bin ich generell sehr skeptisch. Das war in einer einmaligen historischen Situation während der Finanzkrise eine sinnvolle Maßnahme. Aber zur Verbesserung des Einbruchschutzes in Deutschland brauchen wir eine Abwrackprämie für Türen und Fenster nicht“, sagte der CDU-Politiker der „Bild“. Gleichzeitig hält der Minister individuelle Schutzmaßnahmen der Bürger allerdings für das wirksamste Mittel im Kampf gegen Wohnungseinbruch. „Es ist ein gutes Zeichen, dass 40 Prozent der Einbruchsdiebstähle bereits im Versuchsstadium scheitern. Das zeigt: Die Schutzmaßnahmen der Bürger an Wohnungstüren und Fenstern zeigen Wirkung“, erklärte de Maizière.

Über dts Nachrichtenagentur

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