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Dienstag. 20. April 2021 / 16

Das Problem mit der US Post

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Es sind keine drei Monate mehr bis zur nächsten US-Präsidentschaftswahl. Zeit also für beide Kandidaten, sich in Stellung zu bringen. Und Trump wäre nicht Trump, wenn er dabei nicht seinen ganz eigenen Weg gehen würde. Seine aktuellste Strategie betrifft hierbei die US-amerikanische Post. Denn darüber würden Millionen an Amerikanern ihre Stimme gerne abgeben, um nicht stundenlang an den Wahlbüros zu stehen. Besonders 2020 scheint das ganz wenig Spaß zu machen. Allerdings ist dies Trump ein Dorn im Auge. Wieso eigentlich?

Alles wird online bestellt

Die Weihnachtszeit ist voller Traditionen: brennende Kerzen, sorgfältig verpackte Päckchen, geschmückte immergrüne Bäume und Lieder, die so vertraut sind wie das Alphabet. Aber auch jedes Jahr gibt es viele Veränderungen. In der jüngeren Vergangenheit hat sich die Art und Weise, wie Menschen allerlei Produkte – nicht nur die Weihnachtsgeschenke – kaufen, enorm stark verändert, da immer mehr Menschen online gehen – sei es zum Shoppen, Filme zu gucken oder auch einfach um im Cherry Casino zum spielen. Tatsächlich sind Besuche des Postboten, mit Pappkartons gefüllte Arme, ebenso ein Zeichen der Saison wie Kränze und Weihnachtslieder. Sprich, die US Post sollte eigentlich viel zu tun haben und daher in Geld schwimmen. Tut sie aber nicht. Denn das Problem ist strukturell zu suchen.

Hausgemachte Probleme

Im Jahr 2006 wurde dann das Gesetz über die Rechenschaftspflicht und Verbesserung der Post verabschiedet, wonach der Postdienst Geld für künftige Gesundheitsleistungen für ehemalig Bedienstete zur Seite legen muss. Das Gesetz hat einen 50-Jahres-Zeitplan, und in den ersten 10 Jahren sollte USPS 5 Milliarden US-Dollar einsparen. Seit 2006 hat die Post jedoch steigende Nettoverluste bei den Einnahmen zu verzeichnen. Im Jahr 2012 begann der Postdienst, die Zahlungen in Verzug zu bringen. Die USPS erhielt im Rahmen des CARES-Gesetzes, das der Kongress im März verabschiedete, Anspruch auf ein Darlehen in Höhe von 10 Mrd. USD von der Finanzabteilung. Aufgrund der Bestimmungen des Finanzministers Steve Mnuchin, einschließlich der Einstellung neuer Führungskräfte, wurde dieses Geld dem USPS jedoch nicht sofort zur Verfügung gestellt. Wer hier genau mitliest erkennt: die Post verbrennt Geld, ist aber dennoch weiterhin einer der größten Arbeitgeber des Landes.

Wird die Wahl beeinflusst?

Daher überrascht es nur die wenigsten, dass viele sich eine bessere Unterstützung für die Post wünschen, damit nicht noch viele weitere Personen mehr in die Arbeitslosigkeit stürzen. Da es aber vor allem schwarze US-Amerikaner und jene mit College-Abschluss sind, die bevorzugt die Briefwahl nutzen, dies aber eben genau nicht die Zielgruppen der Republikaner sind, ist Trump scheinbar willens, einen ganzen Berufszweig für die Wiederwahl zu opfern. Ohne die Stimmen aus den Briefwahlen wird es für die Demokraten in vielen der sogenannten Swing States nicht einfacher, das weiß auch Trump. Daher ist es gut möglich, dass er Gelder so lange zurückhält, bis die Stimmen nicht mehr in das Ergebnis einfließen können. Ob er nach einer etwaigen Wiederwahl dann am Status Quo etwas ändern wird, muss die Zeit zeigen. Aber dann sollte ihm so oder so alles egal sein.

Man erkennt also, die Probleme der Post spiegeln zu einem großen Teil jener der gesamten amerikanischen Bevölkerung wider. Aber überraschen tut das kaum noch jemanden.

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