CSU-Vize: Christsoziale müssen sich außenpolitisch neu formieren

Berlin – Als Schlussfolgerung aus dem historisch schlechten Abschneiden bei der Europawahl will der CSU-Vizevorsitzende und Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt, dass sich die Christsozialen außenpolitisch neu formieren. Schmidt leitet den von der CSU jetzt neu gegründeten außenpolitischen Arbeitskreis, der auch das Ziel habe, „dass wir uns stärker außenpolitisch mit der Landesgruppe im Bundestag verschränken und dass sich die jüngeren CSU-Politiker wieder stärker für die Außenpolitik interessieren“, sagte der Landwirtschaftsminister im Gespräch mit der „Leipziger Volkszeitung“ (Dienstagausgabe). Er distanzierte sich zudem in scharfer Form von den außenpolitischen Äußerungen von Peter Gauweiler (CSU).

„Ich bin nicht länger bereit, das zu unterstützen oder hinzunehmen.“ Dabei bezog sich Schmidt auf die zuletzt von Gauweiler geäußerte Ansicht, die Auslandseinsätze der Bundeswehr, insbesondere der in Afghanistan, seien verfassungsrechtlich sehr fragwürdig. Der Bundeslandwirtschaftsminister forderte überdies eine bessere Erkennbarkeit der CSU auch auf internationaler Bühne. „Wir müssen wieder etwas mehr ausschwärmen ins Internationale und in die Welt.“

Über dts Nachrichtenagentur

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