Bundesinstitut für Risikobewertung: "Chlor-Hühnchen" nicht gesundheitsschädlich

Berlin – Die sogenannten „Chlor-Hühnchen“ aus den USA, die in der Debatte um das Freihandelsabkommen mit den Vereinigten Staaten (TTIP) als Schreckgespenst für Verbraucher gelten, sind nach Auffassung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) nicht gesundheitsschädlich. Das sagte der Fachgruppenleiter Lebensmittelhygiene und Sicherheitskonzepte des BfR, Lüppo Ellerbroek, im ARD-Politikmagazin „Report Mainz“. „Wir bewerten das genauso wie die Europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA, die in zahlreichen Gutachten festgestellt hat, dass aus den Substanzen, die bei diesem Verfahren benutzt werden, keine gesundheitlichen Gefahren für den Verbraucher resultieren. Und dieser Auffassung schließt sich auch das Bundesinstitut für Risikobewertung an.“

Das deutsche Huhn sei „auf keinen Fall gesünder als das US-Chlorhuhn“, betonte Ellerbroek. „Ganz im Gegenteil: Wir müssen leider feststellen, dass wir ein massives Keimproblem auf deutschem Geflügel haben.“

Über dts Nachrichtenagentur

Anzeige