Bayern weitet Flugzeiten der Luftrettung deutlich aus

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Die medizinische Versorgung aus der Luft wird im Freistaat deutlich gestärkt. Nach einem Beschluss des bayerischen Kabinetts dürfen Rettungshubschrauber an fünf strategisch wichtigen Standorten künftig auch nach Einbruch der Dunkelheit starten. Betroffen sind die Standorte Bayreuth, Ochsenfurt, Ingolstadt, Kempten sowie Suben in Österreich.

Neue Flugzeiten im Winter und Sommer

Künftig gelten an diesen Standorten verlängerte Einsatzzeiten. In den Wintermonaten dürfen die Maschinen von 7.00 Uhr bis 20.15 Uhr fliegen, in den Sommermonaten von 7.00 Uhr bis 21.45 Uhr. Bislang mussten diese Rettungshubschrauber nach Sonnenuntergang am Boden bleiben.

Reaktion auf veränderte Krankenhauslandschaft

Innenminister Joachim Herrmann begründet die Entscheidung mit den Veränderungen in der Krankenhausstruktur. Da geeignete Kliniken häufig weiter entfernt liegen, soll die Luftrettung gerade in zeitkritischen Notfällen künftig noch schneller helfen können. Nach Angaben des Ministers verbessert die Ausweitung vor allem die Versorgung in ländlichen und weniger gut erreichbaren Regionen.

Mehr Versorgung ohne deutlich höhere Kosten

Besonders wichtig aus Sicht der Staatsregierung: Die verlängerten Flugzeiten sollen im bestehenden Ein-Schicht-Betrieb organisiert werden. Damit kann die Versorgung verbessert werden, ohne dass ein aufwendiger Zwei-Schicht-Betrieb oder ein vollständiger 24-Stunden-Einsatz an den betroffenen Standorten notwendig wird.

Fast ganz Bayern künftig auch abends abgedeckt

Schon bisher fliegen die drei Intensivtransporthubschrauber in München, Nürnberg und Regensburg rund um die Uhr. Mit der nun beschlossenen Ausweitung an fünf weiteren Standorten kann nach Angaben des Innenministeriums künftig nahezu das gesamte Gebiet Bayerns auch in den Abendstunden besser aus der Luft versorgt werden. Bayern verfügt derzeit über 15 Luftrettungsstandorte, davon elf Rettungshubschrauber und vier Intensivtransporthubschrauber.

Kempten profitiert direkt von der Neuerung

Für das Allgäu ist vor allem der Standort Kempten von Bedeutung. Dort können Rettungshubschrauber künftig ebenfalls länger in den Abend hinein eingesetzt werden. Das dürfte insbesondere bei schweren Unfällen oder medizinischen Notfällen einen wichtigen Zeitvorteil bringen.

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