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Sonntag. 04. Dezember 2022 / 48

Memmingen/Unterallgäu | CoronaVirus ein Thema in unserer Region

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Am Wochenende ist der erste Fall einer bestätigten CoronaVirus-Infektion im Ostallgäu bekannt geworden. Ein Mitarbeiter eines international tätigen Unternehmens hatte sich auf einer Messe vermutlich infiziert. Wenige Stunden später bestätigte sich die Ansteckung auch bei der Ehefrau. Auch im nahegelegenden Ulm wurde am Dienstag, 03.03.3030 eine CoronaVirus-Infizierung bestätigt.  hier schreiben wir die aktuelle Lage fort ←

Derzeit werden durch Behörden nur bestätigte CoronaVirus-Fälle veröffentlicht. Die Verdachtsfälle werden derzeit nicht kommuniziert. Ob das richtig oder falsch ist mag dahingestellt bleiben. Unsere Redaktion hat versucht der Frage nachzugehen, ob es in unserer Region auch Verdachtsfälle gibt und wie mit diesem umgegangen wird.

Das Landratsamt Unterallgäu hat auf unsere Anfrage mitgeteilt, dass in der Zeit von Freitag, 28.02.2020, 12.00 Uhr, bis Montagmorgen, 02.03.2020, 07.00 Uhr, insgesamt vier Verdachtsfälle den Gesundheitsbehörden beim Landratsamt mitgeteilt wurden. Die Betroffenen wurden zu Hause isoliert und ein Abstrich abgenommen. Nach der Laboranalyse konnte Entwarnung gegeben werden, alle vier Personen waren nicht am CoronaVirus erkrankt. Nach Auskunft des Landratsamtes dauert es bis zu 48 Stunden, bis das Abstrichergebnis aus dem Labor vorliegt.

Wir haben auch bei der Stadt Memmingen nachgefragt, wie viele Verdachtsfälle in diesem Zeitraum gemeldet worden sind, wurden aber dort um Verständnis gebeten, dass nur Informationen zu bestätigten CoronaVirus-Fällen kommuniziert werden.

Wir haben auch beim Klinikum Memmingen nachgefragt wie dort mit Verdachtsfällen auf CoronVirus umgegangen wird. Hierzu äußerte sich der Vorstand, Maximiliam Mai: „Wir haben bereits nach Auftreten des Coronavirus im Januar unsere Hygienepläne dahingehend angepasst und intern veröffentlicht sowie eine hausinterne Strategie zum Umgang in verschiedenen Szenarien entwickelt. Wir beschäftigen uns tagesaktuell in einer Arbeitsgruppe aus Krankenhausleitung, Hygiene, Notfallklinik und weiteren Medizinern mit den Entwicklungen und möglichen Anpassungen unserer hauseigenen Strategie gemäß der Vorgaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) und des öffentlichen Gesundheitsdienstes. Mit den Einrichtungen des öffentlichen Gesundheitsdienstes stehen wir im engen Austausch.“

Mai bittet die Patienten, die entsprechende Symtome zeigen:

„Ruhe bewahren und sich TELEFONISCH bei der Hausarztpraxis oder den Hilfs- und Notdiensten melden. Bitte kommen Sie nicht unangemeldet in die Praxis oder Notaufnahme. So werden Ansteckungen vermieden. Am Telefon informiert das Fachpersonal über das weitere Vorgehen, ggf. dann auch über den Ablauf in den entsprechenden Einrichtungen.“

 

 

Auch am Flughafen Memmingen in Memmingerberg gab es am Montag, 02.03.2020, einen Verdachtsfall. Ein Flugpassagier meldete sich nach seiner Ankunft aus Podgorica (Montenegro) bei der Flughafenpolizei vor Ort und erklärte, er sei möglicherweise am CoronaVirus erkrankt. Der Mann wurde dann separiert und in einen Sanitätsraum verbracht. Nach Prüfung durch das Gesundheitsamt beim Landratsamt Unterallgäu konnte der Verdacht einer Infektion bei dem Fluggast ausgeschlossen werden. Der Reisende konnte sodann seine Reise ungehindert fortsetzen.

 

COVID-19: Verdachtsabklärung und Maßnahmen Orientierungshilfe für Ärztinnen und Ärzte

 

Das Deutsche Rote Kreuz hat eine Grafik veröffentlicht was man tun kann um einer Infektion aus dem Weg zu gehen bzw. andere nicht zu infizieren

Grafik: DRK