🇦🇹 Kals am Großglockner: Drei Alpinisten aus alpiner Notlage gerettet

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In Kals am Großglockner sind drei Alpinisten in eine alpine Notlage geraten. Die Männer im Alter von 23, 24 und 25 Jahren, die in Deutschland studieren und aus Bangladesch stammen, mussten am 19. Mai 2026 von Bergrettung und Alpinpolizei gerettet werden. Der Einsatz begann am frühen Morgen gegen 04:30 Uhr. Die drei Männer waren vom Lucknerhaus über die Luckner Hütte in Richtung Stüdlhütte aufgestiegen.

Orientierung per Offline-Karte am Handy

Nach Angaben der Polizei Tirol orientierten sich die Alpinisten mit einer Offline-Karte auf dem Handy. Gegen 06:00 Uhr kamen sie auf einer Seehöhe von etwa 2.600 Metern aufgrund fehlenden Handynetz-Empfangs und eines damit verbundenen Kartenverlusts vom richtigen Weg ab. Im Nebel verließen sie den schneebedeckten Steig und stiegen über die Ostflanke des Fanotkogels weiter bergwärts.

Gelände wurde immer steiler

Die Männer gerieten in immer steiler werdendes Gelände. Teilweise war dieses felsdurchsetzt und mit Schnee bedeckt. Gegen 06:45 Uhr beschlossen die Alpinisten, umzukehren. Bereits nach wenigen Schritten talwärts trauten sie sich jedoch aufgrund des teils hüfthohen, feuchten Schnees nicht mehr weiter abzusteigen. Daraufhin setzten sie einen Notruf ab.

Hubschrauberbergung zunächst nicht möglich

Aufgrund von Nebel oberhalb von etwa 2.600 Metern war eine direkte Hubschrauberbergung der drei Alpinisten zunächst nicht möglich. Deshalb wurden ein Mitglied der Bergrettungsortsstelle Kals am Großglockner sowie ein Alpinpolizist mit dem Polizeihubschrauber in den Bereich der Viehböden geflogen. Von dort stiegen die Retter zu Fuß weiter zu den in Not geratenen Männern auf.

Alpinisten gesichert ins Tal gebracht

Gegen 09:40 Uhr konnten die drei Männer im Bereich unterhalb des Fanotkogels aufgefunden werden. Die Einsatzkräfte sicherten die Alpinisten und brachten sie zu den Viehböden. Anschließend wurden die teilweise durchnässten und erschöpften Männer mit dem Polizeihubschrauber ins Tal beziehungsweise zum Lucknerhaus geflogen. Der Einsatz zeigt einmal mehr, wie schnell Nebel, Schnee und fehlende Orientierung im alpinen Gelände zu einer gefährlichen Situation führen können.

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