Start 01 Topthema Hopfensee: 25-Tonnen-Bagger kippt ins Wasser – Großeinsatz

Hopfensee: 25-Tonnen-Bagger kippt ins Wasser – Großeinsatz

Am Hopfensee ist ein rund 25 Tonnen schwerer Bagger ins Wasser gekippt. Feuerwehr, Wasserwacht und Experten sichern den See. - Foto: Pöppel

Am Montagmorgen, 18. Mai 2026, kam es am Hopfensee im Ostallgäu zu einem Großeinsatz für Feuerwehren und Wasserwacht. Bei Bauarbeiten kippte ein rund 25 Tonnen schwerer Bagger ins Wasser.

Die Ursache für den Unfall ist nach Angaben der Polizei derzeit noch unklar. Der Fahrer des Baggers konnte sich unverletzt in Sicherheit bringen.

Feuerwehren und Wasserwacht im Großeinsatz

Die Feuerwehren Hopfen am See und Füssen sind gemeinsam mit der Wasserwacht mit einem Großaufgebot am Hopfensee im Einsatz. Ziel der Einsatzkräfte ist es vor allem, eine mögliche Ausbreitung von Öl, Diesel oder anderen Betriebsstoffen im See zu verhindern. Dafür werden derzeit mehrere Barrieren errichtet.

Bis zu 400 Liter Diesel im Tank

Wie viele Betriebsstoffe bereits ins Wasser gelangt sind, ist bislang unklar. Nach ersten Informationen von der Unfallstelle befanden sich im Tank des Baggers zwischen 350 und 400 Liter Diesel. Vor Ort sind inzwischen auch Experten des Wasserwirtschaftsamts Kempten eingetroffen.

Wind und Strömung bereiten Sorgen

Sorgen bereitet den Einsatzkräften derzeit vor allem, dass Wind und Strömung des Hopfensees mögliche Betriebsstoffe relativ schnell weitergetragen haben könnten. Die Maßnahmen am See konzentrieren sich deshalb darauf, eine weitere Ausbreitung zu verhindern und mögliche Verunreinigungen einzudämmen.

Ursache noch unklar

Warum der schwere Bagger bei den Bauarbeiten in den Hopfensee kippte, ist derzeit noch nicht geklärt. Die weiteren Ermittlungen zur Unfallursache laufen.

+ POLIZEIMELDUNG +

Am Montagmorgen gegen 08:30 Uhr stürzte bei Arbeiten am Ufer des Hopfensees ein etwa 30 Tonnen schwerer Bagger von einem Ponton seitlich ins Wasser und sank zur Hälfte ein. Der 58-jährige Baggerfahrer konnte sich eigenständig in Sicherheit bringen und blieb unverletzt.

Zum Zeitpunkt des Unfalls befanden sich nach ersten Erkenntnissen rund 400 Liter Treibstoff im Bagger. Nach den ersten Einschätzungen der Einsatzkräfte sind jedoch keine größeren Mengen an Betriebsstoffen ausgetreten. Dennoch wurden durch die Feuerwehr im See vorsorglich Ölsperren rund um den Schadensort aufgebaut.

Der Bagger war im Verbund mit einem Schubboot auf einem Baggerponton im Einsatz und sollte Pfähle im Uferbereich einbauen. An den Arbeiten war neben dem Baggerführer auch ein 40-jähriger Führer des Schubbootes beteiligt. Die Bergungsmaßnahmen gestalteten sich schwierig. Erst gegen 16:00 Uhr konnte der Bagger mit einem Autokran aus dem Wasser gehoben und am Ufer abgelegt werden.

Neben der Polizei waren die Freiwillige Feuerwehr Hopfen am See, die Freiwillige Feuerwehr Füssen, das Wasserwirtschaftsamt und die Stadtwerke Füssen im Einsatz.

Die Polizeiinspektion Füssen hat die weiteren Ermittlungen aufgenommen. Gegenstand der Ermittlungen sind eine mögliche Gewässerverunreinigung und ein möglicher Verstoß gegen die Schifffahrtsverordnung.