Bahnunglück in Lindau: Fahrradfahrer von Schnellzug erfasst

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Am Bahnübergang Eichwaldstraße in Lindau/Zech ist es am Samstagnachmittag zu einem Eisenbahnunglück gekommen. Ein 74-jähriger Fahrradfahrer wurde dabei von einem Schweizer Schnellzug erfasst und mittelschwer verletzt.

Nach bisherigen Angaben ereignete sich der Unfall gegen 14:55 Uhr. Übereinstimmenden Zeugenaussagen zufolge überquerte der Fahrradfahrer den halbseitig beschrankten Bahnübergang trotz geschlossener Bahnschranke. Beim Überqueren wurde der Mann seitlich von dem Schnellzug erfasst und zur Seite geschleudert. Der 74-Jährige zog sich dabei mittelschwere Verletzungen zu. Er wurde vor Ort durch herbeigerufene Rettungskräfte erstversorgt und anschließend in das Krankenhaus Lindau gebracht. Das Fahrrad wurde bei dem Zusammenstoß vollständig zerstört. Einzelne Teile, darunter das Vorderrad, flogen über den angrenzenden Radweg bis in die Wiese zur Seeseite. Im Schnellzug befanden sich rund 250 Fahrgäste, die unverletzt blieben, jedoch betreut werden mussten. Ein unbeteiligter Regionalzug auf dem Gegengleis musste evakuiert werden. Die Evakuierung und Betreuung erfolgte gemeinsam mit Einsatzkräften der Bundespolizei.

Die Bahnstrecke war bis etwa 18:00 Uhr gesperrt. Dadurch kam es zu erheblichen Betriebsstörungen. Die Polizei Lindau hat weitergehende Ermittlungen zur Klärung des Unfallhergangs und der Unfallursache eingeleitet. Unfallzeugen werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Lindau unter der Telefonnummer 08382 9100 zu melden.

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