Nach einem Vorfall an einer Moschee in Memmingen hat die Generalstaatsanwaltschaft München die Ermittlungen aufgenommen. Es geht um einen abgetrennten Schweinekopf sowie massive Schmierereien im Eingangsbereich der türkisch-islamischen Gemeinde Memmingen. Aufgrund der Tatumstände gehen die Ermittler derzeit von einer islamfeindlichen Tatmotivation aus.
Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft München ereignete sich der Vorfall in den frühen Morgenstunden des 01.05.2026. Gegen 04:30 Uhr sollen bislang unbekannte Täter eine etwa 1,5 Meter hohe Marmormauer mit aufgesetztem Halbmond im Eingangsbereich der Moschee mutmaßlich mit Tierblut beschmiert haben.
Die unbekannten Täter sollen hierzu Luftballons mit Blut befüllt und diese gegen die Wand im Eingangsbereich der Moschee geworfen haben. Darüber hinaus wurde ein abgetrennter Schweinekopf auf das Symbol des Halbmondes gesteckt.
Anschließend entfernten sich die Täter unerkannt vom Tatort.
Die Generalstaatsanwaltschaft München – Bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus, kurz ZET – ermittelt gegen unbekannte Täter wegen Beschimpfung einer Religionsgemeinschaft gemäß § 166 StGB sowie wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung gemäß § 304 StGB.
Gemeinsam mit dem Fachkommissariat Staatsschutz der Kriminalpolizei Memmingen wurden die Ermittlungen aufgenommen. Am Tatort erfolgten eine Spurensicherung sowie ein Zeugenaufruf.
Der Eingangsbereich der Moschee wurde durch die Feuerwehr Memmingen und die Stadt Memmingen gereinigt.
Aufgrund der laufenden Ermittlungen der Kriminalpolizei Memmingen unter Sachleitung der Generalstaatsanwaltschaft München können derzeit keine weiteren Angaben gemacht werden.
Memmingen: Schweinekopf und Tierblut an Gemeinde – Staatsschutz ermittelt

























