Eine 83-jährige deutsche Rentnerin ist am Dienstag, 05.05.2026, in der Schlachthofstraße Opfer eines sogenannten Schockanrufs geworden. Die Frau übergab dabei einen hohen fünfstelligen Bargeldbetrag an einen bislang unbekannten Boten.
Nach bisherigen Angaben wurde die Seniorin in der Zeit zwischen 17:30 Uhr und 18:00 Uhr telefonisch kontaktiert. Am Telefon wurde ihr vorgetäuscht, dass ihre Schwester einen schweren Verkehrsunfall verursacht habe. Um angeblich eine Haft oder weitere Konsequenzen abzuwenden, müsse nun eine Kaution in Höhe von 60.000 Euro bezahlt werden.
Da die 83-Jährige den geforderten Betrag nicht vollständig aufbringen konnte, übergab sie dennoch einen hohen fünfstelligen Bargeldbetrag an einen unbekannten Boten. Die Übergabe erfolgte an der Wohnungstür der Seniorin.
Nachdem der Sachverhalt bekannt geworden war, leitete die Polizei umgehend eine groß angelegte Fahndung im gesamten Stadtgebiet Memmingen ein. Diese verlief bislang jedoch ohne Erfolg.
Im Rahmen der weiteren Ermittlungen bittet die Polizei insbesondere um Hinweise zu verdächtigen Personen oder Fahrzeugen, die sich zur fraglichen Zeit im Bereich der Schlachthofstraße aufgehalten haben.
Nach Angaben der Polizei kam es im Laufe des Tages im Stadtgebiet Memmingen zu zwei weiteren gleichgelagerten Anrufversuchen. In diesen Fällen erkannten die Angerufenen die Betrugsmasche rechtzeitig, sodass es zu keiner Geldübergabe kam.
Die Polizei warnt erneut eindringlich vor dieser Masche. Die Täter setzen ihre Opfer gezielt unter Druck und fordern hohe Geldsummen oder Wertgegenstände. Wichtig ist: Die Polizei verlangt niemals telefonisch Kautionen oder Geldbeträge.
Angehörige sollten insbesondere ältere Familienmitglieder über diese Form des Telefonbetrugs informieren und für die Vorgehensweise der Täter sensibilisieren.
Zeugen sowie mögliche weitere Geschädigte werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 08331/100-0 bei der Polizei zu melden.









