Memmingen: Vermisster 14-Jähriger ist tot – tatverdächtiger Mann stirbt nach Polizeischüssen

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Im Fall des seit Samstagabend, 02.05.2026 vermissten 14-Jährigen aus Memmingen gibt es nun traurige Gewissheit: Die in einem leerstehenden Gebäude in der Freudentalstraße gefundene tote Person ist der Jugendliche. Das teilten die Ermittlungsbehörden mit. Eine inzwischen durchgeführte Obduktion bestätigte zudem eine Gewalteinwirkung. Die Ermittlungen laufen weiter wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts.

Tote Person ist der vermisste 14-Jährige

Der Fund war am Montagvormittag im Zuge einer Vermisstensuche gemacht worden. Nach der rechtsmedizinischen Untersuchung steht nun fest, dass es sich bei der toten Person um den vermissten 14-Jährigen aus Memmingen handelt. Die näheren Todesumstände sind weiterhin Gegenstand der laufenden Ermittlungen der Kriminalpolizei Neu-Ulm unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Memmingen.

Tatverdächtiger zunächst in leerstehendem Gebäude entdeckt

Bei der Absuche des Gebäudes stießen Polizeikräfte auf eine männliche Person, die sich nach Angaben der Ermittler in einem Schrank versteckt hielt. Der Mann soll sich aggressiv verhalten, die Beamten mit einem Messer angegriffen haben und anschließend geflüchtet sein. Verletzt wurde dabei niemand. Daraufhin leitete die Polizei umfangreiche Fahndungsmaßnahmen ein.

Zugriff am Hallenbad endet mit Schusswaffengebrauch

Gegen 18.19 Uhr ging dann ein Hinweis ein, dass sich der Tatverdächtige im Bereich des Hallenbads in der Wielandstraße aufhalten könnte. Kurz darauf trafen dort fünf zivile Polizeibeamte des Polizeipräsidiums Schwaben Nord ein. Nach den bisherigen Erkenntnissen wollten die Beamten den 37-jährigen Mann festnehmen. Als der Tatverdächtige die zivilen Kräfte bemerkte, versuchte er zunächst zu fliehen. Anschließend soll er sich mit einem Messer in der Hand abrupt den verfolgenden Beamten zugewandt und sich schnell auf sie zubewegt haben. Trotz mehrfacher Aufforderung, das Messer abzulegen, sei der Mann weiter auf die Beamten zugegangen. Daraufhin setzten die Polizisten ihre Schusswaffen ein.

Mann stirbt wenig später im Krankenhaus

Der 37-Jährige wurde dabei mehrfach am Körper getroffen. Nach Angaben der Ermittler hielt der Mann das Messer trotz seiner Verletzungen zunächst weiter in der Hand. Erst mit Unterstützung eines weiteren Beamten mit Schutzschild konnte er entwaffnet und medizinisch versorgt werden. Trotz sofort eingeleiteter Reanimation starb der Tatverdächtige kurze Zeit später im Krankenhaus. Die eingesetzten Beamten blieben körperlich unverletzt, auch Unbeteiligte wurden nicht verletzt.

BLKA übernimmt Ermittlungen zu den Polizeischüssen

Die Ermittlungen zum Schusswaffengebrauch der Polizeibeamten wurden zuständigkeitshalber vom Bayerischen Landeskriminalamt übernommen. Die Sachleitung liegt bei der Staatsanwaltschaft Memmingen. Zudem wurde die Obduktion des verstorbenen Tatverdächtigen angeordnet. Zu weiteren Details machen die Behörden derzeit mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen keine Angaben.

Viele Fragen bleiben offen

Mit der Identifizierung des 14-Jährigen und dem Tod des mutmaßlichen Täters ist in dem Fall zwar ein zentraler Schritt erreicht. Viele Fragen zu Motiv, Vorgeschichte und genauem Ablauf der Tat sind jedoch weiterhin offen. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an.

Ergänzung der Staatsanwaltschaft

Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen ist der verstorbene Tatverdächtige in Abu Qash geboren. Die Nationalität des Tatverdächtigen ist noch unklar. Er wurde in Deutschland zweimal rechtskräftig jeweils zu Geldstrafen verurteilt – wegen Sachbeschädigung im Jahr 2021 und wegen unerlaubtem Aufenthalt ohne Pass im Jahr 2026.

 

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