Start 02 VIP unterer Block Grenzpolizei deckt am Flughafen Memmingen zahlreiche Verstöße auf

Grenzpolizei deckt am Flughafen Memmingen zahlreiche Verstöße auf

Symbolbild: Festnahme durch die Bundespolizei

Die Grenzpolizeiinspektion Memmingen hat am 29.04.2026 am Flughafen Memmingen und in dessen Umfeld eine ganze Reihe von Verstößen festgestellt. Die Fälle reichen von verweigerten Einreisen über Delikte nach dem Aufenthaltsgesetz bis hin zu Fahren ohne Fahrerlaubnis, einem gefälschten Führerschein und gleich fünf offenen Haftbefehlen gegen eine Frau.

Vier Personen dürfen nicht nach Deutschland einreisen

Insgesamt verweigerte die Grenzpolizei vier Personen die Einreise nach Deutschland. Drei georgische Staatsangehörige machten bei ihren Einreisebefragungen widersprüchliche Angaben zu ihrem geplanten Aufenthalt im Bundesgebiet. Zudem legten sie Hotelbuchungen und Rückflugtickets vor, die ihren angeblich baldigen Rückkehrwillen belegen sollten. Wie sich herausstellte, waren diese Unterlagen jedoch bereits wieder storniert worden.

Die drei Personen wurden daher mit dem nächsten Flug in ihre Heimat zurückgewiesen und mit einem mehrjährigen Einreise- und Aufenthaltsverbot belegt.

Ähnlich erging es einem 33-jährigen Mazedonier, gegen den bereits ein Einreise- und Aufenthaltsverbot einer hessischen Behörde bestand. Trotz dieser Sperre versuchte der Mann mit einem Flug aus Skopje nach Deutschland einzureisen. Er wurde zurückgewiesen und muss sich nun wegen eines Verstoßes gegen das Aufenthaltsgesetz verantworten. Darüber hinaus droht ihm eine Verlängerung der bereits bestehenden Einreisesperre.

Georgische Autofahrerin ohne gültige Fahrerlaubnis unterwegs

Bei einer weiteren Kontrolle überprüfte eine Streife der Grenzpolizei eine 39-jährige Georgierin, die mit dem Auto unterwegs war. Die Frau legte einen georgischen Führerschein vor. Da sie jedoch bereits seit dem vergangenen Sommer legal in Deutschland lebt, hätte sie ihre Fahrerlaubnis inzwischen umschreiben lassen müssen.

Gegen die 39-Jährige wurde deshalb ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis eingeleitet. Die Weiterfahrt übernahm schließlich ihr Beifahrer, der im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis war.

Gefälschter belgischer Führerschein entdeckt

Außerdem stellten die Beamten am 29. April einen gefälschten belgischen Führerschein sicher. Das Dokument wurde bei einem 22-jährigen Rumänen entdeckt, der kurz zuvor mit einem Flug aus Chisinau (Moldau) am Flughafen Memmingen gelandet war.

Gegen den in Deutschland lebenden Mann wurde ein Strafverfahren wegen Verschaffens von falschen amtlichen Ausweisen eingeleitet.

Sechs Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz festgestellt

Im Umfeld des Flughafens Memmingen registrierte die Grenzpolizei zudem sechs Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz.

Bei Schleierfahndungskontrollen trafen die Beamten auf eine 39-jährige Georgierin sowie einen 28-jährigen Landsmann. Die Frau hatte ihre erlaubte Aufenthaltsdauer als Touristin bereits um fast einen Monat überschritten. Der 28-Jährige legte einen niederländischen Aufenthaltstitel vor, der jedoch bereits vor Monaten für ungültig erklärt worden war. Gegen beide wurden Strafverfahren eingeleitet, zudem wurden sie aufgefordert, das Bundesgebiet unverzüglich zu verlassen.

Bei den Ausreisekontrollen beanstandete die Grenzpolizei außerdem eine 21-jährige Moldauerin, einen 41-jährigen Mazedonier sowie ein serbisches Ehepaar, die sich ebenfalls länger als erlaubt in Deutschland aufgehalten hatten. In diesen Fällen wurden mehrere Hundert Euro Sicherheitsleistung einbehalten.

Eine Frau, fünf Haftbefehle

Mit einer 55-jährigen Serbin hatten es die Beamten schließlich in einem besonders auffälligen Fall zu tun. Die in Deutschland lebende Frau war mit einem Flug aus Nis (Serbien) eingereist und hatte in der Vergangenheit zahlreiche Verkehrsverstöße begangen, die verhängten Bußgelder jedoch nie bezahlt.

Deshalb lagen gegen sie gleich fünf Erzwingungshaftbefehle vor. Um einer Inhaftierung zu entgehen, entschied sich die Frau schließlich noch vor Ort, die offene Summe im niedrigen dreistelligen Bereich zu begleichen.

Flughafen bleibt im Fokus der Grenzpolizei

Die aktuellen Fälle zeigen erneut, wie breit das Einsatzspektrum der Grenzpolizei am Flughafen Memmingen ist. Neben klassischer Einreisekontrolle stehen dabei auch Dokumentenprüfungen, Aufenthaltsverstöße, Fahndungstreffer und Verkehrsdelikte regelmäßig im Mittelpunkt.