Nach einem mutmaßlichen Messerangriff in Ummendorf im Landkreis Biberach mit drei verletzten Personen sitzt ein 35-jähriger Tatverdächtiger inzwischen in Untersuchungshaft. Gegen den Mann wird wegen des dringenden Verdachts des versuchten Totschlags in zwei Fällen ermittelt.
Nach bisherigen Erkenntnissen soll der 35-Jährige am frühen Samstagmorgen, 18.04.2026, gegen 1.45 Uhr ein Apartment betreten haben, in dem sich ein 25-jähriger Mann und dessen 31-jährige Freundin aufhielten. Dort soll er das Paar mit einem Messer angegriffen haben.
Beide Opfer erlitten durch mehrere Messerstiche in den Oberkörper lebensgefährliche Verletzungen. Ein 30-jähriger Bewohner eines weiteren Apartments traf wenig später im Flur auf den flüchtenden Tatverdächtigen und wurde ebenfalls mit dem Messer verletzt. Er erlitt nach bisherigen Angaben leichtere Verletzungen.
Rettungskräfte brachten die beiden schwer verletzten Personen nach dem Angriff in Kliniken. Nach aktuellem Stand befinden sie sich inzwischen außer Lebensgefahr.
Die Polizei leitete unmittelbar nach der Tat umfangreiche Fahndungsmaßnahmen ein. Am Sonntagabend gegen 21 Uhr gelang es der bayerischen Polizei in Zusammenarbeit mit der Kriminalpolizei Biberach, den 35-jährigen griechischen Staatsangehörigen in Wolfratshausen widerstandslos festzunehmen.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Ravensburg erließ ein Richter am Amtsgericht Ravensburg am Montag Haftbefehl gegen den Mann. Da der Tatverdächtige nach bisherigen Erkenntnissen keinen festen Wohnsitz in Deutschland hat, wurde er in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.
Als mögliches Motiv wird derzeit eine Beziehungstat vermutet. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Ravensburg und der Kriminalpolizei Biberach dauern an.








